Halle Berrys neuer Kinofilm "Kings" "Selbst Mutter zu sein, hat mich beeinflusst"

In ihrem neuen Kinofilm "Kings" spielt Halle Berry eine Mutter von acht Kindern. Bei der Rolle halfen ihr Erfahrungen, die sie zu Hause macht.

AP/ The Canadian Press

Ihre beiden Kinder hält die US-Schauspielerin Halle Berry nicht nur für ihr privates Glück. Dass sie Mutter ist, habe ihr jetzt auch beruflich genützt, und zwar bei dem neuen Kinofilm "Kings", sagte die Oscar-Preisträgerin nach der Weltpremiere des Films beim 42. Toronto International Film Festival.

"Kings" erzählt die Geschichte einer Frau, die acht Pflegekinder bei sich aufgenommen hat. Als 1992 die Rassenunruhen von Los Angeles ausbrechen, versucht sie mit Hilfe ihres Nachbarn Obie, gespielt von Daniel Craig, alle Kinder in Sicherheit zu bringen. Bei der Rolle habe sie sehr von ihren Erfahrungen als Mutter profitiert, sagte Berry.

"Die Mutter von acht Kindern zu spielen, ist nicht einfach. Selbst Mutter zu sein, hat mich beim Dreh während jeder Entscheidung beeinflusst", sagte die Oscar-Preisträgerin, die zwei Kinder hat, eine neunjährige Tochter und einen dreijährigen Sohn. "Es gibt viele Szenen, deren Gefühle ich selbst schon hundert Mal durchlebt habe", sagte Berry.

Zu den realen Hintergründen, die im Films thematisiert werden, meinte sie: "Das war eine wichtige Zeit in der amerikanischen Geschichte, und wir knabbern heute noch daran. Wir müssen mehr darüber sprechen."

1991 hatten Polizisten in Los Angeles den Schwarzen Rodney King misshandelt. Als der Fall vor Gericht landete, wurden die Polizisten freigesprochen. Danach kam es zu Protesten gegen Rassismus seitens der Polizei und in der Justiz. Kurz darauf entlud sich die Empörung in Gewalt. Tagelang dauerten die Unruhen an, bei denen Dutzende Menschen starben und Hunderte verletzt wurden.

fok/dpa



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