Handelsmarke Sarah Palin will ihren Namen schützen lassen

Sarah Palin hat mal wieder eine interessante Idee: Die konservative US-Politikerin will ihren Namen als Handelsmarke schützen lassen. Ein erster Antrag wurde abgelehnt, aber jetzt startet sie einen zweiten Anlauf. Ihre Tochter Bristol, Teilnehmerin einer TV-Tanz-Show, eifert ihr nach.

REUTERS

Anchorage - Bescheidenheit war bislang nicht ihre Stärke - nun setzt Sarah Palin noch einen drauf und will ihren Namen als Handelsmarke schützen lassen. Die frühere Gouverneurin von Alaska und US-Vizepräsidentschaftskandidatin von 2008 reichte schon im November vergangenen Jahres die entsprechenden Papiere ein.

In ihrem Antrag nannte Palin als Beispiele für die Verwendung ihres Namens eine Website mit Informationen über politische Wahlen, politische Themen allgemein sowie Bildungs- und Unterhaltungsbereiche. Dazu gehörten Auftritte als Rednerin in den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft und Werte.

Die zuständige Behörde wies den Antrag zunächst ab und verlangte konkrete Beispiele für die Verwendung des Namens. So seien ein Auszug einer Website mit einem Artikel über Palins Beratertätigkeit für den Fernsehsender Fox News sowie Kommentare auf ihrer Facebook-Seite nicht ausreichend. Die Behörde fordert weitere Informationen. Palins Anwalt John Tiemessen sagte jetzt, er habe sechs Monate Zeit, die Unterlagen einzureichen.

Beim Stellen der Anträge passierte ein Missgeschick

Palins Tochter Bristol eifert ihrer Mutter nach: Sie hatte ihren großen Auftritt in der US-Tanzshow "Dancing with the Stars" - eine Art Dschungelcamp ohne Dschungel - und nannte sich selbst nur noch "Bristol the Pistol". Im September stellte Bristol Palin ebenfalls einen Antrag auf Schutz ihres Namens als Handelsmarke. Auch in ihrem Fall verlangt die Behörde mehr Informationen.

Bristol Palin arbeitet an mehreren Fronten an ihrer Popularität: Jüngst sollte sie zum Thema "Enthaltsamkeit" an einer Diskussion in der Washington University in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) teilnehmen. Studenten protestierten: Sie hielten die Politikertochter für die falsche Gesprächspartnerin und kritisierten ihr Honorar von 20.000 Dollar, wie die Zeitung "New York Daily News" berichtete.

Die Behörde, die für das Schützen der Namen zuständig ist, wie im Übrigen darauf hin, dass weder Mutter Sarah noch Tochter Palin ihre Anträge unterschrieben hätten.

jjc/dapd

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insgesamt 24 Beiträge
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Seite 1
freeagent 05.02.2011
1. Leute wie Palin
sind der Grund, weshalb es keine Atomwaffen geben sollte.
frank_lloyd_right 05.02.2011
2. ah, duerfen dann andere leute
nicht mehr sandra heissen oder nicht mehr palin, oder bloss nicht mehr beides in personalunion ? da fallen ja wieder reihenweise mehlsaecke um. wen haben die reps eigentlich momentan, der waehlbar ist ? oder geht es denen jetzt, wie hier der spd ? dann sind die amis noch ein paar jahre mit obama geschlagen, es sei denn, sie kommen auf die idee, eine anstaendige dritte kraft zuzulassen - kommen sie aber nicht. ist ja das land der unbegrenzten moeglichkeiten...
wika 05.02.2011
3. Sehr schön…
…hätte sie „Sarah Palin“ als Schutzmarke für ein Brechmittel beantragt, dann hätte sie sogar von mir, hier aus Deutschland Unterstützung bekommen, denn genau diese Wirkung kann sie trotz der Entfernung bei mir stets wiederkehrend entfalten *g*
carlosowas, 05.02.2011
4. Da verdienen wieder Rechtsanwälte dran
Die Behörde, die für das Schützen der Namen zuständig ist, wies im Übrigen darauf hin, dass weder Mutter Sarah noch Tochter Palin ihre Anträge unterschrieben hätten. Amerikanische Rechtsanwälte sind ideenreich, wenn es um neue Geschäftsfelder geht. Die hyperaktiven Anwälte haben den Antrag der lieben Sahra vor lauter Eifer nicht einmal zur Unterschrift vorgelegt. Die Rechnung für ihre juristischen Bemühungen haben sie aber sicher nicht vergessen.
wahlossi_80 05.02.2011
5. Kein Wunder...
...dass jemand auf den dummen Gedanken kommt, den eigenen Namen schützen zu lassen. In einem Land, in dem sogar Tiere und Pflanzen patentiert werden können, dürfte einen auch das nicht erstaunen.
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