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Hardcore-Feministin: Charlotte Roche verteidigt Pornos

Zur Entspannung, Erregung, Inspiration: Grimme-Preisträgerin Charlotte Roche hält harte Pornos für wichtig. Frauen-Erotikfilme sind nach Meinung der selbsternannten Feministin viel zu "lulli bulli". Die 29-Jährige fordert außerdem "Fair-Trade-Puffs.

München - "Diese Riesenindustrie ist da, weil es einen unglaublichen Bedarf an Pornografie gibt", sagt  Charlotte Roche in einem Interview des Magazins "Playboy". Die Behauptung, in Pornofilmen würden Frauen erniedrigt, kann die 29-jährige Mutter einer Tochter nicht nachvollziehen.

Pornografie gar abstellen zu wollen oder zu verbieten, finde Roche als "totalen Schwachsinn". Auch sie selbst schaue gelegentlich Pornos: "Aus Neugier. Zur Entspannung, Aufgeilung, Inspiration." Allerdings sehe sie keine Filme des Typs "Frauen machen Pornofilme für Frauen". Die seien zu seicht und "vollkommen lulli-bulli. Da geht's nur darum, dass eine Frau in Eselsmilch badet und aussieht wie Kleopatra", meint Moderatorin Roche, die dafür bekannt ist, in ihren Sendungen kein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Auch in Sachen Prostitution plädierte sie für mehr Liberalität, etwa durch entsprechende Angebote für Frauen: "In Köln gibt's so viele Puffs, da müsste es doch einen kleinen geben für Frauen", sagt Roche.

Das einzig Verurteilenswerte im Rotlichtmilieu seien die miesen Arbeitsbedingungen der Frauen. Charlotte Roche verrät: "Ich schlage meinem Mann immer vor, den ersten Fair-Trade-Puff aufzumachen, wo ganz klar ist, dass die Frauen richtig gut verdienen - und dass dieses ganze schlechte Gewissen weg wäre."

Roche, die sich selbst als Feministin versteht, hält inzwischen weniger als früher von Alice Schwarzer. "Die trifft sich mit Verona Feldbusch im Fernsehen und macht Werbung für die 'Bild'-Zeitung. Ich kann mit dieser Person überhaupt nichts mehr anfangen", sagt sie.

dek/AP

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Charlotte Roche: Ihr Feminismus zwischen Porno und Prostitution


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