"Harry Potter" Emma Watson glänzt mit Spitzenabitur

Emma Watson, 18, ist besser bekannt als Harry Potters Internatsfreundin Hermine Granger, die extrauschlaue, aber etwas verkniffene Streberin in den Büchern und Filmen. Keine Hexerei: Jetzt hat die Darstellerin diesen Ruf im richtigen Leben bestätigt - mit famosen Noten.


London - In den "Harry Potter"-Werken ist Hermine Granger das klügste Mädchen weit und breit, aber eher unsicher und nervt bisweilen mit ihrem Hang zur Besserwisserei. Ihre Darstellerin Emma Watson muss den Hogwart-Turbo eingeschaltet haben: Die 18-Jährige sauste jetzt mit erstklassigen Zensuren durch das britische Abitur und räumte am Freitag gleich dreimal die Bestnote "A" ab, also "Herausragend".

Der Prüfungserfolg wurde sogleich auf Watsons Homepage vermeldet. In ihren Wahlfächern Englische Literatur, Geografie und Kunst bekam die 18-Jährige je ein "A". Sie sei "total begeistert", und "wir alle sind sehr stolz auf sie", erklärte ein Sprecher.

Schon bei Prüfungen vor zwei Jahren hatte Emma Watson blendend abgeschnitten und zehn A-Noten erreicht. Dabei konnte von regulärem Schulbesuch keine Rede sein: Sie steht schon seit ihrem neunten Lebensjahr für die Verfilmung der "Harry Potter"-Romane vor der Kamera. Fünf Filme kamen seitdem in die Kinos, der Start von "Harry Potter und der Halbblutprinz" als Nummer sechs wurde auf 2009 verschoben, um die lukrative Sommersaison mitnehmen zu können.

Jahrelang hatte Emma Watson bei Filmdrehs stets am Montagmorgen frei bekommen, um zur Schule gehen zu können. Ansonsten unterrichtete eine Privatlehrerin sie; Hausaufgaben und Leistungstests wurden während monatelanger Drehzeiten per Kurier zwischen dem Filmset und ihrer Londoner Schule hin- und hergeschickt. Die Schularbeiten erledigte sie meist an den Wochenenden.

Zukunftsplan: Philosophiestudium in Cambridge

Die Sympathie vieler Eltern gewann Watson mit der Erklärung, dass ihr die schulische Ausbildung besonders wichtig sei - obwohl sie bereits so viel Geld verdient hat, dass sie für den Rest ihres Lebens nicht mehr arbeiten müsste. Die Filme bescherten ihr ein Vermögen von rund 13 Millionen Euro; allein für die sechste Potter-Folge soll ihre Gage rund drei Millionen Euro betragen. Lukrative Model-Verträge machen die attraktive Schauspielerin noch reicher - zuletzt beerbte sie Keira Knightley als junges Gesicht von Chanel.

Das nächste Ziel steht schon fest: Voraussichtlich wird sich der Jungstar eine einjährige Bildungs-Auszeit gönnen und dann studieren, und zwar Philosophie in Cambridge - obwohl ihre Eltern Chris und Jaqueline in Oxford studiert haben und die beiden Top-Universitäten eine Rivalität verbindet, die eine Art Hassliebe ist (man nennt die jeweils andere Hochschule vornehm-distanziert "the other place").

Die Produzenten des siebten und letzten Werkes "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" sollen Emma Watsons Studienplänen bereits zugestimmt haben, meldet die Zeitung "Daily Mail".

jol/dpa



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