Harry und Meghan in Fidschi Kurzer Auftritt, lange Rede

Sie hielt eine couragierte Rede, er trank eine berauschende Brühe: Meghan und Harry sind auf ihrer Pazifikreise in Fidschi angekommen. Einen Ausflug musste die schwangere Herzogin aus Sicherheitsgründen verkürzen.

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Die Pazifikreise von Prinz Harry und Herzogin Meghan ruft ungeahnte Euphorie hervor: Im Inselstaat Fidschi war die Freude über den Besuch des Paars nun so groß, dass die Behörden das Programm kurzerhand ändern mussten - aus Sorge um die Sicherheit der schwangeren Meghan.

Die 37-Jährige musste ihren Besuch in einer Markthalle in der Hauptstadt Suva verkürzen, weil der Menschenandrang deutlich größer war als erwartet. Meghan sprach lediglich kurz mit einem Verkäufer und grüßte rasch ein paar Leute in der Halle, dann verschwand sie nach wenigen Minuten schon wieder.

Eigentlich war für den Besuch bei Verkäuferinnen im Rahmen eines Uno-Projekts mindestens eine Viertelstunde vorgesehen gewesen. Ob tatsächlich eine Gefahr bestand, ist unklar. Reporter vor Ort sagten, die Marktbesucher seien lediglich begeistert gewesen von der Herzogin und hätten zu singen begonnen.

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Meghan und Harry in Fidschi: "Es war jeden Aufwand wert"

Einen längeren und weniger stressigen Auftritt hatte Meghan dennoch: An der University of the South Pacific in Suva hielt sie eine Rede über Bildung. Vor Studenten betonte sie, wie wichtig Bildung für Frauen und Mädchen sei und forderte freien Zugang zu Universitäten. Bei der Gelegenheit sprach sie auch darüber, wie hart sie arbeiten musste, um sich ihr Studium zu finanzieren: "Aber es war ohne Frage jeden Aufwand wert."

Zum gemeinsamen Programm des Paars gehörte unter anderem ein Staatsdinner mit Premierminister Frank Bainimarama. Harry verwies darauf, dass Fidschi und Großbritannien durch einen ähnlichen Humor miteinander verbunden seien - und durch die Liebe zum Volkssport Rugby.

"Dieser Besuch ist für uns als junges Ehepaar besonders nostalgisch", sagte der Prinz. Seine Großeltern, Königin Elizabeth II. und Prinz Philip, seien oft in genau jenem Hotel zu Besuch gewesen, in dem nun auch Meghan und er residieren. "Aber dieser Besuch ist auch eine Gelegenheit, mehr über die Zukunft von Fidschi zu lernen, über das wirtschaftliche Wachstum, nachhaltige Entwicklungen im Tourismus und soziale Vorhaben."

Meghan hatte bei der Ankunft in der Hauptstadt Suva zunächst ein hochgeschlossenes, langärmeliges weißes Midi-Kleid getragen - auf Anraten ihrer Ärzte: Die hatten der schwangeren Herzogin empfohlen, sich auf diese Weise vor einer Ansteckung mit dem Zika-Virus zu schützen. Da in diesem Jahr in der Region noch kein Fall bekannt wurde, hatte das Paar beschlossen, an den ursprünglichen Reiseplänen festzuhalten.

Schlammiges Wasser für den Prinzen

Am Montag hatte sich Meghan auf der australischen Insel Fraser Island etwas erholt, während ihr Mann in seinem offiziellen Programm unter anderem mit Ureinwohnern zusammentraf. Der 34-Jährige setzte sein Programm auf Fidschi auch gegen innere Widerstände fort: Bei einer Willkommenszeremonie musste Harry sichtlich schlucken, als ihm eine Schale mit dem traditionellen Kava-Getränk gereicht wurde.

Zunächst schaute Harry beklommen zu seiner Frau. Dann sprach er sich mit dem traditionellen Trinkspruch "Bula" Mut zu und stürzte den Pflanzenaufguss, der wie schlammiges Wasser schmeckt und ein betäubendes Gefühl im Gesicht hinterlässt, in einem Zug herunter. Seine Fans brachen in Jubelrufe aus, er selbst klatschte sich erleichtert Beifall.

Am Donnerstag wollen die beiden nach Tonga weiterreisen, tags darauf werden sie zum Abschluss der Invictus Games in Sydney nach Australien zurückkehren. Die Spiele, eine Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldaten, sind ein Herzensprojekt Harrys. Am Sonntag geht es für das Paar nach Neuseeland, nach England wollen sie am 1. November zurückfliegen.

mxw/AP/AFP/dpa

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