Reaktionen auf mögliche Weinstein-Verhaftung "BOOM"

Der ehemalige Filmproduzent Harvey Weinstein steht nach zahlreichen Vorwürfen sexuellen Missbrauchs offenbar kurz vor der Verhaftung. Nun haben sich seine mutmaßlichen Opfer geäußert.

AFP

"BOOM" - so kommentierte Schauspielerin Asia Argento die neueste Wendung im Fall Harvey Weinstein. Der Ex-Hollywoodproduzent Harvey Weinstein steht offenbar kurz vor seiner Verhaftung, der 66-Jährige will sich laut Medienberichten stellen. Bei den Vorwürfen soll es laut "New York Times" und CNN um eine Vergewaltigung und erzwungenen Oralsex gehen.

Mehr als hundert Frauen werfen Weinstein sexuelle Übergriffe vor. Der einst einflussreiche Filmproduzent hat Fehlverhalten eingeräumt, bisher aber Anschuldigungen von nicht-einvernehmlichem Sex zurückgewiesen.

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Wendung im Fall Weinstein: "Ich kann es nicht erwarten"

Argento war eine der ersten Frauen, die sich im Oktober 2017 äußerten. Die 42-Jährige wirft Weinstein vor, sie 1997 beim Filmfestival von Cannes vergewaltigt zu haben, damals war sie 21. Dem "New Yorker" sagte sie, Weinstein habe sie in einem Hotelzimmer zum Oralsex gezwungen. Ihre Vorwürfe wiederholte sie kürzlich bei einer Rede in Cannes.

Auch Rose McGowan sagt, dass Weinstein sie vergewaltigt habe. Die offenbar bevorstehende Verhaftung kommentierte die Schauspielerin so: "Ich und so viele Harvey Weinstein-Überlebende hatten die Hoffnung schon aufgegeben, dass unser Vergewaltiger juristisch zur Verantwortung gezogen wird." Die Nachricht möge allen Opfern Hoffnung geben.

McGowans Kollegin Annabella Sciorra schrieb: "Ich kann es nicht erwarten!" und fragte, ob jemand wisse, wie man Tickets für die erste Reihe bekäme. Die 58-Jährige wirft Weinstein vor, sie in den Neunzigern vergewaltigt zu haben.

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Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung: Die Vorwürfe gegen Harvey Weinstein

"Karma vergisst keine Adressen", hieß es in einem Statement von Ava DuVernay . Die Regisseurin ist eine der Führungsfiguren der "Time's Up"-Kampagne gegen sexuelle Belästigung.

Gegen Weinstein wird seit Monaten wegen sexueller Belästigung in mehreren Fällen ermittelt. Die Anschuldigungen gegen ihn kamen zuerst im Herbst 2017 auf und traten die weltweite #Metoo-Debatte um sexuelle Belästigung los.

jpz/Reuters



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