London - Helen Mirren muss es wissen. Die 67-Jährige ist seit 1997 mit ihrem Mann, dem Regisseur Taylor Hackford, verheiratet. Damit hält ihre Ehe nach Hollywood-Maßstäben schon ewig. Nun hat die Schauspielerin in einem Interview erklärt, wie sich eine Ehe am besten hält - und das Rezept dürfte vielen allzu pragmatisch vorkommen.
"Taylor und ich sind nicht einmal ansatzweise romantisch" sagte sie der Zeitschrift "Women & Home". "Und wir wissen das Fehlen von Romantik beim anderen zu schätzen." Karten zum Valentinstag seien deswegen der totale Horror; oftmals vergesse sie auch, Hackford ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen.
Auch Sex hilft laut Mirren nicht, um eine Ehe dauerhaft erfolgreich zu machen. "Das ist am Anfang wichtig für die meisten Paare, aber es ist nicht das, was Ehen zusammenhält", sagte sie. Was dagegen gesellschaftlich unterschätzt werde, sie die "Macht der Partnerschaft in der Ehe" - diese lasse Ehen funktionieren.
Hackford und Mirren lernten sich 1984 bei den Dreharbeiten zum Film "White Nights" kennen. Und auch wenn für Romantik in ihrer Beziehung offenbar kein Platz ist - Raum für Stolz ist allemal. Das zeigte sich etwa, als Mirren am Donnerstag in Los Angeles den Stern Nummer 2488 am Walk of Fame bekam. Dort strahlte Hackford mit seiner Frau um die Wette. Sie sei sehr stolz auf die Ehrung, sagte Mirren. Nun sei sie Teil der glamourösen Hollywood-Geschichte.
Die 67-Jährige gilt als eine der profiliertesten Schauspielerinnen in Hollywood. Für ihre Darstellung der britischen Königin Elizabeth in "The Queen" wurde sie 2007 mit einem Oscar ausgezeichnet. Demnächst ist die Britin mit dem Film "Hitchcock" über den legendären Regisseur Alfred Hitchcock in den deutschen Kinos zu sehen. Darin spielt sie Alma Reville, die mehr als 50 Jahre mit dem Regisseur verheiratet war.
ulz/dpa
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