Engagierte Royals Kate fordert mehr Hilfe für psychisch kranke Kinder

Die Herzogin von Cambridge sorgt sich um die mentale Gesundheit von Großbritanniens Kindern. Mobbing oder häusliche Gewalt könnten die Kleinen langfristig psychisch krank machen. In einem Video forderte Kate jetzt ein Ende der Stigmatisierung.

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London - Catherine, die Herzogin von Cambridge, hat sich in einer Videobotschaft an ihre Landsleute gewandt und zum Kampf gegen psychische Krankheiten bei Kindern aufgerufen.

"William und ich haben gesehen, dass so viele junge Leute nicht klarkommen mit Mobbing, dem Verlust von geliebten Menschen, häuslicher Gewalt oder kaputten Familien", sagte die Ehefrau von Prinz William in einer Videobotschaft. Ohne Unterstützung könnten die Auswirkungen traumatisch sein. "Viele Kinder haben mit ernsten Problemen wie Angst, Depressionen, Abhängigkeiten und Selbstverletzungen zu kämpfen."

Weil psychischen Krankheiten ein Stigma anhafte, bekämen viele Kinder nicht die Hilfe, die sie bräuchten, sagte die 33-Jährige. Zwar habe niemand ein Problem damit, sein Kind mit einem gebrochenen Arm zum Arzt zu bringen. Bei seelischen Störungen aber werde zu lange gezögert. "Wir glauben fest, dass frühes Handeln Probleme in der Kindheit verhindern kann, bevor sie zu größeren Problemen im späteren Leben werden", sagte sie.

"Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn man um Hilfe bittet", ist Catherine, die im April ihr zweites Kind erwartet, überzeugt.

In Großbritannien hat gerade die landesweit erste Themenwoche zur mentalen Gesundheit von Kindern begonnen. Die Herzogin von Cambridge veröffentlichte das Video im Auftrag der Organisation Place2B, die sich für Schulkinder mit psychischen Problemen einsetzt.

Place2Be hat eine Umfrage durchgeführt, die ergab, dass fast ein Drittel der Eltern mit Kindern zwischen 5 und 18 Jahren es peinlich fänden, wenn ihr Nachwuchs in der Schule psychologische Hilfe in Anspruch nehmen würde. 22 Prozent der befragten Erwachsenen würden ihr Kind auch nicht dazu ermuntern. Besonders unangenehm wäre eine Intervention von Psychologen den Vätern, von denen 38 Prozent dagegen sind.

ala/dpa



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