Herzogin Meghan Die Tür-Affäre

Herzogin Meghan hat bei einem öffentlichen Auftritt die Tür eines Autos geschlossen. Unwichtig? Nicht in Großbritannien.

Herzogin Meghan und die Autotür
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Herzogin Meghan und die Autotür


Es war ein unscheinbarer Moment bei einem Auftritt von Herzogin Meghan. Sie fuhr am Dienstag zur Eröffnung einer Ausstellung in London. Sie stieg aus einer schwarzen Limousine - und schloss die Tür hinter sich.

Ein Mann im Smoking, der Meghan zur Begrüßung lange die Hand geschüttelt hatte und danach offenbar auch die Autotür schließen wollte, hielt sich überrascht eine Hand vor den Mund.

Und der Rest des Landes tat es ihm gleich.

Mit der unbedachten Geste habe die 37-jährige Herzogin von Sussex viele Briten "schockiert", schrieb die Boulevardzeitung "Express". Der "Mirror" monierte, dass Queen Elizabeth II. oder Herzogin Kate so ein Missgeschick "nie in der Öffentlichkeit" passiert wäre. Das ist nicht ganz richtig: Kate sorgte laut "Time" einst für Schlagzeilen, weil sie ihren Regenschirm bei einem Auftritt selbst getragen hatte.

Der Königshaus-Experte Christopher Wilson ist jedenfalls sicher: Es sei das erste Mal, dass er eine Herzogin gesehen habe, die ihre eigene Autotür schließe.

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Doch Meghan bekam auch Lob: Der Kolumnist der "Daily Mail", William Hanson, pries die Herzogin als "bescheiden" und "bodenständig". Eine Journalistin des Boulevard-Blattes "Sun" kommentierte: "Gut gemacht, Meghan!"

Eine Sache war Hanson von der "Daily Mail" noch wichtig: Meghan habe genau genommen keine Regel gebrochen. Normalerweise stehe bei Mitgliedern der Königsfamilie und anderen Würdenträgern zwar ein Helfer bereit, um Autotüren zu öffnen oder zu schließen, schrieb er auf Twitter. Dies geschehe aber aus Sicherheitsgründen und habe "nichts mit Prinzessinnen-Verhalten zu tun".

Herzogin Meghan hatte im Mai Prinz Harry geheiratet. Von der Presse wird sie seitdem auf Schritt und Tritt verfolgt. Die Ausstellungseröffnung am Dienstag war der erste Termin, zu dem Meghan alleine kam.

jpz/AFP



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