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Virusinfektion: Hillary Clinton erlitt Gehirnerschütterung

US-Außenministerin Hillary Clinton hat einen Ohnmachtsanfall erlitten und sich dabei eine Gehirnerschütterung zugezogen. Die 65-Jährige war infolge einer Virusinfektion zusammengebrochen.

US-Außenministerin Hillary Clinton: Nicht für Schwäche bekannt Zur Großansicht
AP

US-Außenministerin Hillary Clinton: Nicht für Schwäche bekannt

Washington - Schwäche zu zeigen, gehört nicht zu den Eigenschaften, die von Hillary Clinton bekannt sind. Doch am Samstag hat das US-Außenministerium mitgeteilt, dass die Ministerin erkrankt sei. Sie habe sich mit einem Magenvirus infiziert und sei dehydriert. Bei einem Ohnmachtsanfall habe sie sich den Kopf gestoßen und eine Gehirnerschütterung erlitten. Den Virus hat sie sich kürzlich bei einem Europa-Besuch zugezogen.

Die 65-Jährige steht unter ärztlicher Beobachtung und wird zu Hause behandelt. In den kommenden Tagen werde sie von zu Hause aus arbeiten. Eigentlich sollte sie in der kommenden Woche vor dem Untersuchungsausschuss über den tödlichen Zwischenfall am 11. September im US-Konsulat in Bengasi aussagen. Bei dem Überfall auf die Vertretung waren vier US-Bürger getötet worden, auch der US-Botschafter. Dieser Termin steht nun in Frage.

In der vergangenen Woche hatte Clinton eine Auslandsreise nach Marokko, Tunesien und in die Vereinigten Arabischen Emirate abgesagt. Auch an der Konferenz der "Freunde Syriens", die am Mittwoch in Marrakesch tagte, nahm sie nicht teil.

Clinton, die derzeit in der amerikanischen Öffentlichkeit als eine der beliebtesten Politikerinnen des Landes gilt, hat angekündigt, nicht für eine zweite Amtszeit als Außenministerin im Kabinett von Präsident Barack Obama zur Verfügung zu stehen. Offiziell, um sich auszuruhen. Doch der Frau von Ex-Präsident Bill Clinton werden eigene Ambitionen für das Präsidialamt bei der Wahl 2016 nachgesagt.

Die Mehrheit der US-Bürger würde eine Kandidatur Clintons für die Präsidentschaftswahl 2016 befürworteten. 57 Prozent der Befragten sprachen sich in einer Umfrage der "Washington Post" und dem TV-Sender "ABC News" dafür aus. 37 Prozent stimmten dagegen. Insgesamt wurden 1020 Amerikaner telefonisch befragt.

jul/Reuters/dpa

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