Münchner Oktoberfest Bill Clinton kam in Lederhose auf die Wiesn

Ein kleiner Staatsbesuch auf der Wiesn - Bill und Hillary Clinton besuchten das Oktoberfest in München. Der ehemalige Präsident passte sich den lokalen Gepflogenheiten an.

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Eine Wahl zu verlieren, kann auch kleine Vorteile haben: Während ihr Kontrahent Donald Trump sich mit den weltpolitischen Fragen befassen muss, kann die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton einfach mal mit ihrem Mann und Ex-Präsidenten Bill die Wiesn besuchen.

Die Ex-Präsidentschaftskandidatin und der frühere US-Präsident kamen am Freitagabend - begleitet von großem Polizeiaufgebot - in das bei Promis traditionell beliebte Käfer-Zelt. Die beiden stiegen aus einem schwarzen, verdunkelten Wagen und winkten kurz, bevor sie hinter einer Absperrung und dann im Zelt verschwanden.

Drinnen wurde dann gewissermaßen fürstlich gefeiert. Bill Clinton trug Lederhosen und saß mit einer Maß Bier in der Hand neben Gloria Fürstin von Thurn und Taxis. Der Ex-Präsident der USA zeigte sich gut gelaunt, lachte und umarmte Wiesn-Besucherinnen und posierte sichtlich gut gelaunt für Fotos.

Ex-Präsident Barack Obama, den Hillary Clinton eigentlich im Amt beerben wollte, hatte angekündigt, die Wiesn - immerhin das größte Volksfest der Welt - nach dem Ende seiner Amtszeit besuchen zu wollen. "Ich bin noch nie beim Oktoberfest in Deutschland gewesen, das heißt: Ich muss noch mal wiederkommen. Wahrscheinlich macht es mehr Spaß, wenn ich kein Präsident mehr bin", sagte er 2016. Entsprechende Einladungen der Wiesn-Wirte und von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat er aber bislang nicht wahrgenommen.

Hillary und Bill Clinton
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Hillary und Bill Clinton

Das größte Volksfest der Welt begann am 22.09. und endet am kommenden Sonntag. Die Festleitung erwartet bis dahin mindestens 6,2 Millionen Besucher: Der Wiesnchef und zweite Bürgermeister Münchens, Josef Schmid, sagte der Nachrichtenagentur DPA, er gehe davon aus, dass es etwas mehr Gäste werden könnten als im Vorjahr. Insgesamt sei das Fest entspannt und friedlich verlaufen, sagte Schmid. "Die Zelte sind gut voll, aber man kommt überall noch rein und bekommt ein Platzerl."

mal/dpa



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