Hollywood Das Mel-Gibson-Komplöttchen

Wer steckt dahinter, dass Mel Gibson kürzlich vom Kinoprojekt "Hangover 2" geschasst wurde? In Hollywood hält sich hartnäckig das Gerücht, ein Kollege habe sich gegen die Besetzung gewehrt - jedoch aus gutem Grund.

AP

Los Angeles - Comedian Zach Galifianakis gilt bei Produzenten als einer von der unbequemen Art. Er sagt gern seine Meinung, ist unberechenbar, sein Humor ist direkt, mitunter derb.

Im amerikanischen Mainstream ist der 41-Jährige seit seiner Rolle im Kinoerfolg "The Hangover" eine Größe.

Der Film geht demnächst in die Fortsetzung, das Projekt befindet sich gerade in der Produktionsphase - da wurde kürzlich bekanntgegeben, dass die Besetzung Mel Gibsons, der eine kleine Nebenrolle übernehmen sollte, am Widerstand der Filmcrew und der Schauspieler scheiterte.

Das besiegelte Mel Gibsons Status als Persona non grata in Hollywood: Seine Lebensgefährtin Oksana Grigorieva wirft ihm vor, sie und die gemeinsame Tochter misshandelt zu haben, was er bestreitet.

Als Indiz dafür, dass Galifianakis bei der "Hangover"-Absage an Gibson die treibende Kraft war, gilt ein Interview, das er vor einigen Wochen gab. "Ich habe gerade alle Hände voll zu tun mit einem Protest bei einem Film, an dem ich mitarbeite", sagte der Schauspieler damals.

Der Blog "Jezebel" will nun einen Grund dafür ermittelt haben, dass es Galifianakis war, der gegen Gibsons Besetzung protestierte: Die Lebensgefährtin des Comedian engagiere sich bei einem sozialen Projekt gegen häusliche Gewalt - schon deshalb sei es für Galifianakis nicht hinnehmbar gewesen, dass Gibson sein miserables Image mit einem lustigen Auftritt in einer Kinokomödie aufpoliere.

Galifianakis selbst hat wiederholt bestritten, dass er sich gegen Gibson ausgesprochen habe.

pad



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