Hollywood Sharon Stone soll Botox-Behandlung für Sohn angeregt haben

Der Richter im Sorgerechtsverfahren spricht von einer "elterlichen Überreaktion": Man mag auch andere Begriffe finden für das, was Sharon Stone laut US-Medien mit ihrem Sohn Roan, 8, im Schilde führte.


Los Angeles - Dreh- und Angelpunkt ihrer Karriere ist die Optik: Als Sharon Stone 1992 als eispickelschwingende Femme Fatale im Film "Basic Instinct" über Nacht in Hollywoods Divengarde aufstieg, schwärmte selbst Frankreichs Grande Dame Catherine Deneuve von der delektablen Blonden: "Sie hat eine Haut wie ein frischer Apfel."

Mittlerweile lebt Sharon Stone, 50, unter anderem von lukrativen Kosmetikwerbeverträgen - und bekommt nun aufgrund offensichtlich fehlgeleiteter Mutterinstinkte schlechte Presse.

Das US-Magazin "People" berichtet erstmals über Einzelheiten des Sorgerechtsverfahrens, das Stone wegen ihres Adoptivsohns Roan anstrengte.

Der Achtjährige lebt bei seinem Vater Phil Bronstein, von dem Stone seit 2004 geschieden ist, in San Francisco. Stone wollte vor Gericht erreichen, dass sich das Kind in ihrem Wohnort Los Angeles aufhalten soll. Die Schauspielerin konnte sich nicht durchsetzen.

Der Richter soll laut "People" in der Verfahrensakte im Gegenteil eine Reihe ihrer Versäumnisse als Mutter aufgelistet haben: So habe Stone eine Botox-Behandlung für den Achtjährigen angeregt, weil das Kind an Fußgeruch leide.

Zudem delegiere Stone "eine Vielzahl ihrer elterlichen Aufgaben an Dritte". Einer therapeutischen Beratung habe sie sich verweigert, solange diese nicht auf ihre Termine und anderweitige Verpflichtungen abgestimmt sei.

Der Richter kam laut "People" zu folgendem Schluss: "Solches Verhalten eines Elternteils ist unakzeptabel und dient nicht dem Interesse des Kindes." Stone sei nicht in der Lage, ein Lebensumfeld zu schaffen, wie Roan es verdiene.

Dessen Vater habe im Übrigen eine viel vernünftigere Lösung für das Fußgeruch-Problem vorgeschlagen: Das Kind solle künftig nicht barfuß in seine Schuhe schlüpfen, sondern Socken tragen.

Weder Stone noch ihr Anwalt wollten sich laut "People" in der Sache äußern.

pad



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