Hope Solo über ihren Körper: "Ich wollte nur noch heulen"

US-Nationalspielerin: Hope Solo und der Körperkummer Fotos
Getty Images

US-Torhüterin Hope Solo gilt als eine Art Sexsymbol des Frauenfußballs - trotzdem litt die heute 31-Jährige lange unter ihrem Körperbau. Es habe Jahre gedauert, bis sie stolz auf ihre Muskeln gewesen sei, verriet sie der "Huffington Post".

Los Angeles - Kein Zweifel: Hope Solo hat ihren Frieden mit ihrem Körper gemacht. Immer wieder ist die Torhüterin der US-Fußball-Nationalmannschaft mit mehr oder weniger lasziven Fotos in der Presse zu sehen. Aufsehen erregte sie vor allem 2011 mit einem Covermotiv des ESPN-Magazins: Die nackte Hope Solo schießt darauf einen imaginären Fußball in Richtung Betrachter, jeden einzelnen Muskel im Körper angespannt.

Im Interview mit der "Huffington Post" verriet die 31-Jährige jetzt, dass sie lange brauchte, um Stolz auf ihren Körper empfinden zu können. "Auf dem College will man einfach dazugehören", sagte sie. "Aber wenn man dort als athletischer Mensch auf Partys geht, kommen die Jungs und sagen: 'Verdammt, du könntest mir in den Hintern treten!' - Damals wollte ich nur noch heulen."

Erst später sei eine Zeit gekommen, in der sie sich auch als starke Frau schön gefunden habe. Bis heute werde sie aber mit ihrem Körperbau konfrontiert - etwa bei der TV-Show "Dancing with the Stars", an der sie kürzlich teilnahm. "Dort hieß es immer, ich hätte zu viele Muskeln", sagte Solo. Als US-Nationalspielerin fühlt sie sich vom Publikum im Stich gelassen: "Ihr wollt immer, dass wir Goldmedaillen für euch gewinnen. Aber gleichzeitig darf ich nicht aussehen, als hätte ich Muskeln. Soll das etwa amerikanisch sein?"

Schlagzeilen hatte Solo zuletzt mit ihrer Autobiografie gemacht, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. "Das war eine sehr stressige Zeit", sagte sie im Interview. "Es kamen eine Reihe sehr persönlicher Dinge heraus, und es ist anstrengend, darüber in Interviews zu sprechen." Sie sei danach völlig erschöpft gewesen und habe eine Auszeit gebraucht. "Aber heute bin ich sehr stolz auf das Buch."

rls

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