Sinneswandel mit 57 Ehemuffel Hugh Grant will heiraten

Heiraten? Unromantisch! So äußerte sich Hugh Grant lange. Mit seiner Lebensgefährtin Anna Eberstein scheint der 57-Jährige jedoch einen Sinneswandel durchgemacht zu haben.

AFP

In zahlreichen romantischen Komödien stand Hugh Grant schon vor dem Traualtar, nun will der als notorischer Ehemuffel bekannte Schauspieler auch im wirklichen Leben heiraten. Das Aufgebot für den 57-Jährigen und seine 39 Jahre alte schwedische Lebensgefährtin Anna Eberstein wurde vom Standesamt des Londoner Stadtteils Notting Hill veröffentlicht, wo das Paar lebt.

"Dies ist ein Tag, von dem keiner von Hughs Freunden dachte, dass er jemals kommen würde", zitierte die Boulevardzeitung "The Sun" eine Quelle aus Grants Bekanntenkreis. "Bald wird er Rentner, und endlich wird er ein Familienvater." Die Hochzeit soll in den kommenden Wochen stattfinden.

Grant und Eberstein haben bereits drei Kinder zusammen, ihr erstes bekam das Paar im September 2012, das dritte im Frühjahr 2018. Außerdem hat der Schauspieler zwei Kinder mit seiner Ex-Freundin, der chinesischen Schauspielerin Tinglan Hong. Diese erwartete das zweite gemeinsame Kind zur gleichen Zeit, zu der auch Eberstein schon schwanger war.

Grant wurde durch Liebeskomödien wie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" (1994), "Notting Hill" (1999) oder "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" (2001) berühmt. Er war lange Zeit mit der britischen Schauspielerin Liz Hurley liiert. Die Beziehung von 1987 bis 2000 überstand für einige Jahre sogar die Tatsache, dass Grant in Los Angeles mit einer Prostituierten erwischt worden war.

Grant zweifelt am Konzept der Monogamie

Von Monomagie hält er wenig, wie er auch 2016 in einem Radiointerview klar machte. Grant glaubt nicht daran, dass der Mensch für 40 Jahre Treue gemacht ist. "Wer hat so etwas je behauptet? Vielleicht die Bibel oder so. Niemand hat jemals gesagt, dass das eine gute Idee ist."

Er bewundere Franzosen und Italiener, so Grant. Die würden ihre Ehen trotz Affären sehr ernst nehmen. Oder wie er es ausdrückte: Es sei dort einvernehmlich, dass "es andere Besucher um fünf Uhr nachmittags geben könne". Man mache aber kein großes Drama daraus, und das halte die Ehe zusammen.

Damals äußerte er sich auch noch skeptisch zum Thema Heiraten: Hochzeiten hätten etwas unromantisches an sich, so Grant. Sie könnten zu Besitzdenken, Eifersucht, Langeweile führen. "Ich sehe den schönen Aspekt, wenn jemand genau die richtige Person heiratet, seinen besten Freund, und alles ist kuschelig und liebevoll. Aber die Menschen machen so viele Fehler", sagte Grant.

Dass es auch andere Lebensentwürfe als seinen eigenen gibt, sah der 55-Jährige durchaus. "Mein Bruder führt eine schrecklich gute Ehe", sagte Grant. "Er ist wirklich glücklich. Das macht mich wütend."

irb/AFP

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