Hulk Hogan zurück in Hall of Fame "Ich habe für diesen Tag gebetet"

Hulk Hogan war und ist der größte Wrestling-Star der Welt. Doch aus der Hall of Fame wurde er gelöscht - wegen rassistischer Äußerungen. Nun bekommt der 64-Jährige eine zweite Chance.

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Hulk Hogan ist zurück. Der Muskelberg mit den weißblonden Haaren machte Wrestling, oder "Catchen" wie es in Deutschland auch oft genannt wird, in den Achtziger- und Neunzigerjahren überaus populär. Noch heute ist der "Hulkster" die wohl größte Marke des Showsports.

Vielleicht auch deshalb hat die Firma World Wrestling Entertainment (WWE), die die großen Wettkämpfe veranstaltet, den 64-Jährigen wieder in ihre Hall of Fame aufgenommen. Vor drei Jahren hatte das Unternehmen Terrence Gene Bolea, wie Hulk Hogan mit bürgerlichem Namen heißt, rausgeworfen. Der Grund sollen rassistische Äußerungen gewesen sein.

Nun heißt es in einer WWE-Stellungnahme: "Diese zweite Chance folgt auf Hogans zahlreiche öffentliche Entschuldigungen und seiner freiwilligen Arbeit mit jungen Leuten, bei der er ihnen hilft, aus seinen Fehlern zu lernen."

Seinen 2,2 Millionen Followern bei Twitter teilte Hogan daraufhin mit: "Ich habe für diesen Tag gebetet und ich habe endlich das Gefühl, es zurück nach Hause geschafft zu haben."

Hogan soll sich vor Jahren abfällig über Afroamerikaner geäußert und mehrfach den Begriff "Neger" benutzt haben. Später entschuldigte er sich für seine Äußerungen, seine beleidigende Wortwahl sei inakzeptabel gewesen.

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Hulk Hogan: Zurück auf dem Wrestling-Olymp

Die WWE tilgte 2015 dennoch jeden Hinweis auf den "Hulkster" von ihrer Website, der Verkauf sämtlicher Hulk-Hogan-Fanartikel wurde eingestellt, aus der Wrestling-Ruhmeshalle wurde er entfernt - ganz so, als hätte es Hulk Hogan nie gegeben.

In seiner Karriere hatte Bolea als Hulk Hogan je sechsmal die WCW World Heavyweight Championship und die WWF World Heavyweight Championship/WWE Championship gewinnen können. 2005 war er in die Hall of Fame aufgenommen worden. Nach seiner aktiven Karriere hatte Bolea als Schauspieler gearbeitet und mit seiner Familie in der TV-Reality-Soap "Hogan Knows Best" vor der Kamera gestanden.

Zuletzt war er 2016 in den Schlagzeilen, als ein Gericht das US-Klatschportal "Gawker" zu einer Zahlung von 140 Millionen Dollar an Hogan verurteilte - das Unternehmen stellte kurz darauf einen Insolvenzantrag. In dem Streit ging es um ein Video, das Terry Bollea beim Sex mit der Frau eines Freundes zeigte. "Gawker" hatte Ausschnitte davon veröffentlicht. Nach dem Prozess einigte sich das Portal mit dem Wrestler auf eine Zahlung von 31 Millionen Dollar.

wit/AP

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