Spanischer Immobilienskandal Richter droht Sean Connery mit Haftbefehl

Die Geduld der spanischen Justiz hat offenbar eine Ende: Sean Connery und seine Frau sollen endlich zum Immobilienskandal in Marbella aussagen. Sonst werde er über eine Ausstellung internationaler Haftbefehle für das Ehepaar nachdenken, so der Ermittlungrichter.

Im Visier der Ermittler: Ex-"Bond"-Darsteller Sean Connery
AP

Im Visier der Ermittler: Ex-"Bond"-Darsteller Sean Connery


Málaga - Drei Jahre lang versuchte der spanische Ermittlungsrichter Sean Connery und dessen Frau zu vernehmen - ohne Erfolg. Nun will sich der Jurist offenbar nicht länger hinhalten lassen. Er drohte dem 82-Jährigen und dessen Frau Micheline Roquebrune mit einem internationalen Haftbefehl, sollten sie sich weiterhin vor einem Verhör drücken, berichtet die Nachrichtenagentur EFE. Demnach setzte der Richter dem Ehepaar für ihre Aussage eine Frist von sechs Monaten - dann werde er über eine Ausstellung von internationalen Haftbefehlen für das Ehepaar entscheiden.

Der frühere "Bond"-Darsteller und seine Frau sollen in einen Immobilienskandal im südspanischen Luxus-Ferienort Marbella verwickelt sein. In der Affäre geht es um die Villa "Malibu", die das Ehepaar Connery nach seiner Hochzeit im Jahr 1975 gekauft hatte. Ende der neunziger Jahre hatte der Schotte das Anwesen zu einem sehr viel höheren Preis wieder verkauft.

Der Wert des Grundstücks soll gestiegen sein, weil unrechtmäßig Luxuswohnungen errichtet wurden - angeblich wurde bei einer Baugenehmigung gepfuscht. Insgesamt ermittelt die Justiz gegen 20 Verdächtige. Connery und seine Frau werden Steuerhinterziehung, Korruption und Geldwäsche vorgeworfen. Der pensionierte Schauspieler lebt mittlerweile auf den Bahamas.

gam/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.