Für Einbrecher gehalten: Prinz Andrew verzeiht der Polizei

Einbruch-Alarm im Buckingham-Palast: Personenkontrolle beim Prinzen Fotos
DPA

Können Sie sich ausweisen? Im Garten des Buckingham-Palastes wurde Prinz Andrew von übereifrigen Polizeibeamten gestoppt. Der Sohn der Queen zeigt sich nachsichtig: "Die Polizei hat einen schweren Job", teilte er mit. Eine kleine ironische Spitze konnte er sich aber nicht verkneifen.

London - Es war eine unangenehme Überraschung für Prinz Andrew, als er am Mittwochabend durch den Garten des Buckingham-Palastes spazierte: Zwei übereifrige Polizisten stoppten den zweitältesten Sohn der Queen, weil sie ihn offenbar für einen Eindringling hielten.

Die Verwechslung hat eine Vorgeschichte: Zwei Tage zuvor hatte es tatsächlich ein Einbrecher ins Innere des Palastes geschafft. Die Polizei war deshalb wahrscheinlich etwas übermotiviert.

Andrew musste sich ausweisen, dann erst durfte er seinen Weg fortsetzen. Nun zeigte sich der Prinz dennoch nachsichtig. "Die Polizei hat einen schweren Job", heißt es in einem Statement des 53-Jährigen. "Sie muss gleichzeitig für die Sicherheit der königlichen Familie sorgen und Eindringlinge abschrecken, und manchmal geht das schief."

Er sei dankbar, dass sich die Polizei bei ihm entschuldigt habe, teilte Andrew mit. Jetzt freue er sich auf "künftige sichere Spaziergänge durch den Garten".

Die Boulevardzeitung "Daily Express" hatte berichtet, die Polizisten hätten die Waffe gezogen und den Prinzen aufgefordert, sich auf den Boden zu legen. Die Polizei dementierte das jedoch. Weder seien Waffen gezogen worden, noch sei es zur Anwendung von Gewalt gekommen. Zwei "uniformierte Beamte" seien am Mittwoch gegen 18 Uhr auf einen Mann in den Gärten des Buckingham-Palastes zugegangen, um dessen Personalien festzustellen. Der Mann habe sich zufriedenstellend ausweisen können, teilte die Polizei mit.

Der echte Einbrecher war am Montagabend in einem Zimmer entdeckt worden, das tagsüber der Öffentlichkeit zugänglich ist. Er muss sich - ebenso wie ein Komplize, der vor dem Palast festgenommen wurde - wegen Einbruchs, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten. Scotland Yard kündigte eine umfassende Überprüfung der Palastsicherung an.

Die Queen war zur Zeit des Einbruchs nicht im Palast. Sie und ihr Mann Prinz Philip machen noch bis Oktober Sommerferien auf Schloss Balmoral in Schottland.

hut/dpa/AFP

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