Felser ist Babysitter für Lindholms Sohn David, Kummerkasten und Retter in der Not. Und genau das reicht Darsteller Ingo Neujoks nun offenbar nicht mehr: "Ich werde keine weitere Folge drehen. Es ging für den Charakter von Martin einfach nicht mehr weiter", sagte der 47-Jährige laut "Bild"-Zeitung. Seine Figur sei zum Stillstand verurteilt, "das ist das Schlimmste, was einer Rolle passieren kann."
Der "Tatort" sei für ihn immer noch das "Schlachtschiff des deutschen Krimis" und man müsse stolz sein, dort eine Rolle spielen zu dürfen. "Dann sollte es aber auch bitte schön eine richtige Rolle sein", so Naujoks kritisch. "Am Ende wurde Martin nur noch aufs Babysitten und Frühstückmachen reduziert, was mir immer weniger gefiel."
Naujoks, der mit Kino- und Fernsehproduktionen wie "Hände weg von Mississippi" oder "Die Straßen von Berlin", aber auch als Komiker bekannt wurde, will jetzt zunächst an zwei TV-Filmen arbeiten. Eine spätere Rückkehr zum "Tatort" schließt er dem Bericht zufolge allerdings nicht aus.
Thomas Schreiber, Leiter des NDR-Programmbereichs Fiktion und Unterhaltung, bestätigte, Herr Naujoks habe im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass er die Rolle als Martin Felser nicht weiterspielen wolle.
Laut "Bild"-Zeitung gab es auch Überlegungen, die Zwillinge Robin und Baran Birdal, die gemeinsam die Rolle von Furtwänglers Filmsohn David spielen, auszutauschen. Dies wurde vom NDR dementiert.
ala/dpa
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