Promi-Protest gegen US-Asylpolitik "Ivanka, beende diese skrupellosen Übergriffe!"

US-Präsident Trump ließ Einwandererfamilien trennen, der Widerspruch war gewaltig - selbst von Tochter Ivanka. Auf deren Einfluss setzen nun auch Stars wie Amy Schumer: Sie haben ihr einen Brief geschrieben.

AFP

Es gibt kaum eine politische Entscheidung der aktuellen US-Regierung, über die sich das linksliberale Amerika nicht empört. Eine davon hat nun einige Prominente zu einer eher ungewöhnlichen Aktion verleitet: Die verfassten einen flammenden Appell - aber nicht an Präsident Donald Trump.

Sondern an dessen Tochter Ivanka.

In dem Brief, veröffentlicht auf den Instagram-Profilen von Stars wie Amy Schumer und Alexa Chung, geht es um die umstrittene Regelung zur Behandlung von Einwandererfamilien an der Grenze zu Mexiko: Die Trump-Regierung hatte verfügt, Kinder von ihren Eltern zu trennen. Ein Gericht kippte diese Regelung, doch auch nach Ablauf einer Frist waren zuletzt Hunderte Familien noch nicht wieder zusammengeführt.

In dem jetzt veröffentlichten Schreiben protestieren die Prominenten gegen die Auswirkungen dieser Politik und fordern unter anderem den Rücktritt der Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen. Zudem bezieht sich der Brief auf ein CNN-Interview mit Ivanka Trump. Darin hatte sie neulich gesagt, Einwanderung sei ein "unglaublich komplexes Thema". Sie sei "vehement gegen Familientrennungen gewesen", die Entscheidung sei für sie zudem ein Tiefpunkt gewesen.

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Appell von US-Stars: Ivanka, die Hoffnungsträgerin

Dass die 36-Jährige dabei die Vergangenheitsform wählte, nehmen ihr Amy Schumer und Co. übel. "Hallo Ivanka, du folgst mir in den sozialen Medien", heißt es in dem Brief: "Du hast im Imperfekt gesprochen. Diese Krise dauert an." Mehr als 570 Minderjährige seien noch nicht mit ihren Familien vereint, ein Kind sei nach der Trennung sogar gestorben.

Die US-Behörden hatten im Zuge einer sogenannten Null-Toleranz-Politik illegale Einwanderer als Straftäter behandelt und inhaftiert, die Kinder der Migranten aber auf Heime im ganzen Land verteilt (in dieser Fotogeschichte erfahren sie mehr über das Thema). Nach einem Aufschrei der Empörung der US-Öffentlichkeit stoppte Präsident Donald Trump im Juni per Dekret diese Praxis.

@ivankatrump

Ein von @ amyschumer geteilter Beitrag am

Der jetzt veröffentlichte Brief der prominenten Kritiker an Ivanka Trump endet mit einer unmissverständlichen Forderung: "Beende diese rassistischen, unmenschlichen und skrupellosen Übergriffe jetzt!" Über eine Reaktion der Adressatin ist bislang nichts bekannt.

mxw



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