Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern bringt Tochter zur Welt

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ist Mutter geworden. Die 37-Jährige will nach sechs Wochen Babypause wieder ihre Aufgaben als Regierungschefin wahrnehmen.


Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat eine Tochter geboren. Die 37-Jährige brachte in Auckland ein Mädchen zur Welt, wie sie auf Facebook mitteilte. Dort postete sie auch ein Foto von sich und dem Neugeborenen samt Vater Clarke Gayford.

"Willkommen in unserem Dorf, Kleines", schrieb die frischgebackene Mutter weiter. Das gesunde Mädchen sei um 16.45 Uhr (Ortszeit) auf die Welt gekommen und wiege 3,31 Kilogramm. Dank des "wunderbaren Teams" im Auckland City Hospital gehe es allen sehr gut.

"Ich bin mir sicher, dass wir dieselben Gefühle durchleben wie alle jungen Eltern, aber gleichzeitig sind wir so dankbar für die Freundlichkeit und die besten Wünsche so vieler Menschen. Dankeschön", erklärte Ardern.

Sie will nach sechs Wochen Babypause wieder ihre Aufgaben als Premierministerin wahrnehmen. Arderns Labour-Partei regiert in einer Koalition mit der rechtspopulistischen Partei New Zealand First und den Grünen. In der Babypause wird sie vom stellvertretenden Premierminister Winston Peters vertreten. Danach soll sich vor allem ihr Lebensgefährte Gayford, der Moderator einer Angelsendung im Fernsehen ist, um das Kind kümmern.

Die Schwangerschaft der Politikerin war in den vergangenen Monaten immer wieder Thema gewesen, Ardern wurde als Vorbild gelobt. Dass Regierungschefinnen während ihrer Amtszeit ein Kind bekommen, ist weltweit eine ziemliche Ausnahme. Ardern ist erst die zweite Regierungschefin, die während ihrer Amtszeit Mutter wird. 1990 hatte Pakistans Premierministerin Benazir Bhutto im Amt ein Kind bekommen. Ardern ist erst seit Oktober im Amt. Im Januar hatte sie dann bekanntgegeben, dass sie schwanger ist.

Jennifer Curtin, Politikprofessorin an der University of Auckland, lobte die symbolische Bedeutung der Mutterschaft ihrer Regierungschefin. Damit werde Parteien in aller Welt gezeigt, dass es gut sei, jüngere Frauen als Kandidatinnen aufzustellen. In anderen Feldern als der Politik sei es längst üblich, dass sich berufliche Aktivitäten und Elternschaft für Frauen vereinbaren ließen.

wit/dpa/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.