Starkoch als Familienvater Jamie Oliver bestraft seine Kinder mit Chili

Wenn du frech bist, mische ich dir scharfe Chilis ins Essen - nach diesem Motto erzieht Jamie Oliver offenbar seine Kinder. Auf einer Gastromesse berichtete der Starkoch jetzt, wie er einmal seine Tochter mit Scotch-Bonnet-Schoten züchtigte.

imago

London - Starkoch Jamie Oliver greift bei der Erziehung seiner vier Kinder offenbar auf archaische Methoden zurück. "Ich gebe ihnen Chilis zur Bestrafung", sagte er laut "Daily Mail" auf der englischen Koch- und Gastromesse "BBC Good Food Show".

So habe er einmal seiner zwölfjährigen Tochter besonders feurige Chili-Würze untergemischt. "Poppy war respektlos und frech zu mir. Hätte ich mich als Kind so aufgeführt, hätte ich dafür eine Standpauke bekommen - aber das darf man ja nicht mehr", plauderte der Promikoch.

"Fünf Minuten später, als sie dachte, ich hätte alles vergessen, hat sie mich um einen Apfel gebeten", sagte Oliver. Diesen habe er in mehrere Teile zerschnitten und mit Scotch Bonnet bestrichen, einer extrem scharfen Chilisorte. Seine Wirkung verfehlte das Manöver offenbar nicht. "Sie rannte zu ihrer Mama und sagte: 'Das ist pfeffrig!'"

Während er, Oliver, etwas abseits gestanden und sich kaputtgelacht habe, sei seine Frau weniger amüsiert gewesen. "Jools sagte: Tu das nie wieder!" Scotch Bonnets haben laut "Daily Mail" einen Schärfegrad von bis zu 350.000 auf der Scoville-Skala. Zum Vergleich: normale Jalapenos liegen bei bis zu 8000 Scoville-Einheiten.

Seine zweifelhafte Erziehungsmethode begründete Oliver folgendermaßen: "Kinder zu schlagen, ist nicht mehr besonders populär. Vor allem, wenn man Fernsehkoch ist wie ich, sieht das in den Zeitungen nicht gut aus. Also braucht man Alternativen."

rls

Mehr zum Thema


Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 73 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
La Bomba 18.11.2014
1.
Schlagartig war mir klar, warum ich den Mann nicht mag. Sein Essen im übrigen auch nicht.
Mach999 18.11.2014
2.
Körperverletzung bleibt Körperverletzung, ob das jetzt durch Schläge oder durch Chilis im Essen passiert, ist irrelevant. Man zeigt damit seinen Kindern lediglich, dass der Stärkere und Gewalttätigere recht hat.
asentreu 18.11.2014
3.
Warum nicht? Ist doch relativ harmlos, zumindest wenn Brot, Milch und Olivenöl zum "löschen" bereit stehen. Wobei ich schon finde, dass es Kindern gegenüber fies ist. Ich wäre mir nicht so sicher ob die einem noch trauen, wenn das nächste Essen angereicht wird und schwups ist eine Mäkelliese geboren. Mal ehrlich, ich (27) bin auch noch mit Ohrfeigen und "eine auf den Hintern" erzogen werden. Ich denke wie viele in meiner Altersklasse und den Älteren. Geschadet hat es, finde ich, nicht. Es gibt ja auch einen deutlichen Unterschied zwischen "maßregeln" und "verprügeln". Ich denke das es zumindest bei sehr sturen Kindern mit starkem Willen (hat auch auf mich zugetroffen) schwierig ist, nur mit diskutieren oder Verboten durch die Erziehung zu kommen, so dass ein vernünftiger Erwachsener dabei entsteht.
jlehmler 18.11.2014
4. Das kommt davon
wenn man Engländer kochen lässt...
Toastor 18.11.2014
5. -
/ Ironie an Weil Prügel irgendwie out (und damit schlecht für die Quote) sind und sich ausserdem nachweisen lassen, muss man sich halt bessere Methoden einfallen, Schmerz zu erzeugen. Eigentlich logisch! Da hätte ich auch noch einen Tipp für Herrn Oliver - falls mal keine Chilis im Haus sind, wär Waterboarding eine Alternative! Genau so spurlos und mindestens ebenso effektiv, wenn die Racker mal wieder respektlos und frech sind. / Ironie aus Was ein armseeliges Würstchen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.