Jennifer Lopez bei Latin Grammy Awards Mein Ex, die lebende Legende

"Ein magischer Künstler": Für Marc Anthony gab es bei den Latin Grammy Awards die ultimative Lobhudelei - von seiner Ex-Frau Jennifer Lopez. Ein spanischer Musiker leistete sich einen peinlichen Lapsus.

REUTERS

Jennifer Lopez hat bei den Latin Grammy Awards in Las Vegas eine Lobeshymne auf einen der Preisträger gehalten: ihren Ex-Mann Marc Anthony. Der wurde als "Person des Jahres" ausgezeichnet. Anthony sei "eine lebende Legende", sagte Lopez bei der Übergabe der Auszeichnung. Der Sänger sei ein "magischer und reiner Künstler, der uns Klassiker geschenkt hat, die immer bei uns bleiben werden".

Auf der gemeinsamen Reise habe man so viel voneinander gelernt, sagte die 47-Jährige. Anthony sei für sie Mentor und Seelenverwandter gewesen. "Ein Vater, der nicht nur die Person des Jahres, sondern die Person aller Zeiten ist." Es gab sogar den vom Publikum eingeforderten Kuss.

Anthony widmete den Preis seinen fünf Kindern und "all jenen Leuten, die mir sagten, dass ich es niemals schaffen würde". Das Paar war von 2004 bis 2011 verheiratet. Als Grund für die Scheidung machte Anthony "unüberbrückbare Differenzen" geltend. Seit 2014 ist er mit dem venezolanischen Model Shannon De Lima verheiratet.

Peinlicher Lapsus bei Ehrung für verstorbenen Künstler

Bei mehreren Auftritten war die US-Präsidentschaftswahl Thema. Zu Beginn der Show sangen Juanes und Pablo Lopez das Lied "Tu Enemigo" ("Dein Feind"). An einer Stelle heißt es darin: "Ich habe ein Lied als meine Grenze". Das wiederholte Sanchez nach dem Auftritt und sagte, außer Liedern sollte es keine Hindernisse zwischen den Menschen geben.

Das empfanden Zuschauer als recht deutlichen Hinweis auf die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen war, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu bauen. Darauf ging auch die mexikanische Sängerin Carla Morrison ein: Sie widmete ihren Preis allen Latinos in den USA. Sie sagte, Mauern existierten vor allem im Kopf und ließen sich niederreißen. Die Latino-Gemeinde lasse sich nicht trennen.

Einen Fauxpas gab es bei der Ehrung des mexikanischen Sängers und Songwriter Juan Gabriel, der posthum ausgezeichnet wurde. Dass er im August im Alter von 66 Jahren verstorben war, hatte Andres Ceballos von der Band Dvicio offenbar nicht mitbekommen. Ceballos gab den Preisträger bekannt und war danach sichtlich verwirrt, als niemand auf die Bühne kam, um die Trophäe entgegenzunehmen.

"Er ist nicht hier", sagte Ceballos über den Toten. Man werde sicherstellen, dass Gabriel die Auszeichnung erhalte. Der verstorbene Sänger erhielt einen weiteren Preis für das Album des Jahres. Die Veranstalter der Gala teilten mit, man werde die Auszeichnung den Angehörigen des Sängers übergeben.

ulz/AP



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