Jerry Halls Memoiren: "Mick ist ein sexuelles Raubtier"

23 Jahre hat Jerry Hall es an der Seite von Mick Jagger ausgehalten. In ihren Memoiren beschreibt die US-Schönheit nun, wie es sich mit einem Mann lebt, der vor allem eins im Kopf hat (und zwar nicht in erster Linie Popmusik).

Jerry Hall: Mit Mick um den Ping-Pong-Tisch
Fotos
AP

Hamburg - Schon im vergangenen Jahr sollten die Memoiren der Frau erscheinen, die 23 Jahre lang ihr Leben mit Mick Jagger teilte. Eine Million Dollar Honorar soll der amerikanische Verlag Harper Collins an Jerry Hall gezahlt haben.

Doch das Ex-Model machte überraschend einen Rückzieher, nahm sogar eine Konventionalstrafe von 500.000 Dollar in Kauf.

Jetzt wird das Buch, ein opulenter Bildband, tatsächlich noch ausgeliefert, die britische "Mail on Sunday" veröffentlicht Auszüge. Inwieweit Hall beim Verfassen Rücksicht auf ihren Ex-Ehemann nahm und eventuell drastische Passagen der früheren Version änderte, ist nicht bekannt.

Hall beschreibt, wie sie als Teenager von Texas nach Europa kam, in Südfrankreich auf der Straße als Model engagiert und vom Popsänger Bryan Ferry verführt wurde.

Mit Ferry war sie verlobt, als sie 1976 Mick Jagger kennenlernte: "Mick lud uns zum Essen ein. Bryan war geschmeichelt, aber ich merkte, dass Mick mich beäugte. Am Ende des Abends streifte sein Bein meines, ich fühlte einen elektrischen Schlag."

Wenig später "jagte Mick mich um einen Ping-Pong-Tisch und versuchte, mich zu küssen".

Ein Jahr später wurden die beiden ein Paar. Hall habe jedoch zur Bedingung gemacht, dass Jagger seinen Drogenkonsum ("Ich war angewidert") einstellte, was der auch tat - hinsichtlich seines Frauenkonsums war die Erfolgsquote deutlich niedriger. "Mick war ein gefährliches sexuelles Raubtier, ich fühlte mich nie sicher", schreibt Hall.

Während sie nach der Geburt ihres Sohnes James mit postnatalen Depressionen kämpfte, kamen ihr beispielsweise Gerüchte zu Ohren, dass Jagger sie auf einer Konzerttour mit Carla Bruni betröge, so Hall.

1998 trennte sich Hall von Jagger, nachdem bekannt geworden war, dass das brasilianische Model Luciana Morad ein Kind von ihm erwartete. "Ich hatte ihn schon oft verlassen wollen, hatte mich am Ende jedoch immer mit seinen Affären arrangiert. Aber dass er ein Kind mit einer anderen Frau bekam, war einfach zu viel."

pad

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  • Sonntag, 26.09.2010 – 16:10 Uhr
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