Großdemo gegen Waffengewalt "Unsere Zukunft spricht"

Miley Cyrus, Amy Schumer und Jimmy Fallon - immer mehr Prominente unterstützen den "March for Our Lives". Sie solidarisieren sich mit Überlebenden des Amoklaufs von Parkland.

Getty Images

"Niemals wieder" - 500.000 Menschen werden voraussichtlich am kommenden Wochenende durch Washington, D.C. ziehen, um gegen Waffengewalt zu protestieren. Überlebende des Amoklaufs von Parkland, unterstützt von der Nichtregierungsorganisation Everytown for Gun Safety, haben den "March for Our Lives" organisiert, um strengere Waffengesetze zu erreichen. Zahlreiche Prominente wollen dabei an ihrer Seite stehen.

"Ich werde mit meiner Familie da sein, um die Schüler zu unterstützen", sagte Moderator Jimmy Fallon in seiner "Tonight Show". Er rief jeden, der Veränderung wolle, dazu auf, es ihm gleichzutun. Die Proteste seien dazu da, der Regierung laut und klar zu sagen, dass man Veränderungen beim Waffenrecht fordere." Und dann erklärte der 43-Jährige noch einmal, warum er die Veranstaltung so wichtig findet: "Unsere Zukunft spricht, und wir sollten zuhören."

Auch Komikerin Amy Schumer wird dabei sein, kündigte sie auf Twitter an. Sie wolle solidarisch mit den Schülern für "vernünftige Waffengesetze" marschieren. Das politische Engagement der Komikerin geht auf einen tödlichen Angriff im Sommer zurück 2015 zurück. Damals erschoss ein Mann in einem Kino in Louisiana mehrere Personen, als Schumers Film "Trainwreck" lief.

Regisseur Michael Moore gehört ebenfalls zu den Unterstützern der Schülerbewegung und machte auf Twitter mit deutlichen Worten klar, was er von der aktuellen Waffenpolitik hält: Er will mit dem Protest "die NRA und alle ihre gekauften Politiker zur Strecke bringen". Die Herrschaft des Terrors müsse enden, fordert er.

"#I will march", postete Sängerin Miley Cyrus bei Twitter. Sie sei "so inspiriert von diesen unglaublichen Schülern hinter dem 'March for our lives'", schrieb sie. Die 25-Jährige gehört zu den Künstlern, die bei der Veranstaltung in Washington auftreten wollen. Ebenfalls dabei sind unter anderem Jennifer Hudson, Ariana Grande und Demi Lovato.

Amal und George Clooney hatten schon im Februar angekündigt, an dem Protestmarsch teilzunehmen und 500.000 Dollar zu spenden. Das Paar begründete sein Engagement in einem Statement ganz persönlich: "Das Leben unserer Kinder hängt davon ab."

bbr



insgesamt 14 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Leser161 22.03.2018
1. Solidarisieren?
Solidarisieren bedeutet das ich mich öffentlich zu einer unter Beschuss geratenen Gruppe bekenne um diese zu unterstützen. Ich kann mich zum Beispiel mit Dieselmotorherstellern oder Politikern solidarisieren (auch wenn ich das nicht empfehle) Die Überlebenden von Parkland sind wohl kaum unter Beschuss, sondern im Moment so etwas wie ein Symbol der Trumpgegner. Sich zu ihnen zu bekennen hat daher nichts mit Solidarisieren zu tun.
quacochicherichi 22.03.2018
2. Doch
Zitat von Leser161Solidarisieren bedeutet das ich mich öffentlich zu einer unter Beschuss geratenen Gruppe bekenne um diese zu unterstützen. Ich kann mich zum Beispiel mit Dieselmotorherstellern oder Politikern solidarisieren (auch wenn ich das nicht empfehle) Die Überlebenden von Parkland sind wohl kaum unter Beschuss, sondern im Moment so etwas wie ein Symbol der Trumpgegner. Sich zu ihnen zu bekennen hat daher nichts mit Solidarisieren zu tun.
da die Schüler von Parkland tatsächlich, und nicht nur metaphorisch, unter Beschuss standen, scheint mir solidarisieren nicht falsch.
kopi4 22.03.2018
3. Solidarisieren!
@Leser161:Solidarisieren bedeutet auch das ich mich zu einer Forderung bekenne.Das ist der Sinn einer Demonstration.Abgesehen davon das Ihre Formulierung,die Parklandschüler seien nicht unter Beschuss, etwas daneben ist: besagte Schüler wollen am 24. für schärfere Waffengesetze demonstrieren.Wer,wenn nicht sie, hat jedes Recht dazu? Das Hunderttausende sich ihnen dabei anschließen hat nichts mit Trump zu tun,die NRA spendet an beide Parteien.
heiner.henkel 22.03.2018
4. solidarisieren:
für jemanden, etwas eintreten, um gemeinsame Interessen und Ziele zu verfolgen. Quelle: Duden
absinthe 22.03.2018
5.
Zitat von Leser161Solidarisieren bedeutet das ich mich öffentlich zu einer unter Beschuss geratenen Gruppe bekenne um diese zu unterstützen. Ich kann mich zum Beispiel mit Dieselmotorherstellern oder Politikern solidarisieren (auch wenn ich das nicht empfehle) Die Überlebenden von Parkland sind wohl kaum unter Beschuss, sondern im Moment so etwas wie ein Symbol der Trumpgegner. Sich zu ihnen zu bekennen hat daher nichts mit Solidarisieren zu tun.
Politisch sind die Überlebenden von Parkland immer noch klar in der Minderheit, kaum ein republikanischer Politiker hat sich wirklich von NRA distanziert (auch nicht Trump, bis auf das eine Mal, als er sich vor Kamera inszeniert hat, da kam aber nichts mehr), viele Konservative (Republikaner, Fox News, NRA usw.) diffamieren, beleidigen die Schüler, verbreiten Verschwörungstheorien. Außerdem glaube ich, dass wir auf dieser Seite der Atlantik ein deutlich besseres Bild von den Schülern haben (was vernünftig ist) als in den USA. Dort hassen wohl einige Leute die Schüler.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.