Bundestrainer Joachim Löw muss Führerschein für sechs Monate abgeben

Der Bundestrainer hat Fahrverbot: Joachim Löw musste wegen wiederholter Tempoverstöße seinen Führerschein abgeben. "Es gibt da nichts schönzureden", sagt der 54-Jährige.

Bundestrainer Löw: "Ich habe meine Lektion gelernt und werde mein Fahrverhalten ändern"
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Bundestrainer Löw: "Ich habe meine Lektion gelernt und werde mein Fahrverhalten ändern"


Hamburg - Zu viele Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei: Fußball-Nationaltrainer Joachim Löw hat seinen Führerschein für sechs Monate abgeben müssen. "Selbstverständlich stehe ich dazu, dass ich manchmal leider zu schnell gefahren bin; ich weiß, dass ich mich hier zügeln muss", sagte der 54-Jährige laut einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

"Ich habe meine Lektion gelernt und werde mein Fahrverhalten ändern", so Löw. Es gebe nichts schönzureden, natürlich müsse er jetzt mit den Konsequenzen leben und häufig die Bahn nutzen. DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock teilte mit: "Joachim Löw hat uns bereits vor einiger Zeit darüber informiert, dass er den Führerschein abgeben musste. Wir wissen, dass sich Jogi selbst am meisten darüber ärgert."

Team-Manager Oliver Bierhoff nahm die Meldung mit Humor: "Das ist nichts Besonderes, so etwas passiert. Wir werden mit unserem Generalsponsor Mercedes-Benz sprechen, dass man Jogi nur noch Autos gibt, die tempolimitiert sind", sagte er bei der täglichen Pressekonferenz im Südtiroler Teamquartier.

Bereits im März soll Löws Verkehrssünderkartei laut "Bild"-Zeitung 18 Punkte aufgewiesen haben (eine Übersicht über die fälligen Strafen bei Geschwindigkeitsverstößen finden Sie hier). Dies bestritt Löws Anwalt auf Anfrage des "Flensburger Tagblatts". Den Großteil der Fahrten soll Löw demnach in seinem DFB-Dienst-Mercedes zurückgelegt haben. Der Bundestrainer soll zu schnell gefahren und mit dem Handy am Steuer telefoniert haben. Punkte wegen Alkohol am Steuer oder eines Unfalls waren laut der Tageszeitung "Die Welt" bei ihm nicht gelistet. Löw soll den Lappen dem Bericht zufolge bereits vor drei Monaten abgegeben haben.

2006 hatte Löw den Führerschein schon einmal für vier Wochen verloren, weil er auf einer Autobahn bei Köln mit 134 statt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde geblitzt worden war.

wit/sid/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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franzl56 27.05.2014
1. Schlecht
Schlechtes Vorbild....aber alles nur Menschen, wie Du und ich!
neinsagen 27.05.2014
2. prominenz hat eben sonderrechte
bei den Millionen sind 500 Euro Strafe ein klacks,ausserdem stellt Mercedes dann einen kostenlosen chauffeur, auch saubermänner wie löw scheint respektlos zu sein, sich mehr herausnehmen als der Normalbürger zu zeigen das man mehr ist und mehr darf. A´la Ulrich; um mit 300 PS Autos ist es sowieso schwer langsam zu fahren, denken kann man dann eben nicht mehr - an die Umwelt-kein Gedanke
julor 27.05.2014
3. warum sollte er ...
ausgerechnet jetzt seine Lektion gelernt haben? Alle Strafen, Bußgelder, Fahrverbot und Punktewarnung haben nicht geholfen. Ähnlich wie die von ihm verteufelten Alkoholtäter, die sagen "jetzt höre ich auf". Auch die Ausrede seines Kollegen, ein langsameres Auto zu beziehen, zeigt von fehlendem Verständnis für die Situation. Ein auf 130 km/h gedrosseltes Auto wird nicht viel helfen und auch nichts an Herrn Löws Fahrverhalten ändern. So etwas "passiert" auch nicht einfach, man macht es trotz vieler Warnschüsse immer weiter. Und gibt es von MB keine Freisprecheinrichtung? Für Jogi gelten eben andere Regeln, nicht die des Normalbürgers. Erst wenn er von dieser Einstellung abkommt, wird es was mit der Lektion. Dafür brauchen viele Menschen professionelle Hilfe. Ich wünsche ihm daher Einsicht und Durchhaltevermögen.
ferdi111 27.05.2014
4. Super...
Diese Raser mit dicker Kohle auf der Bank...falls doch mal ein Kind überfahren wird oder ein schlimmer Unfall passiert, dann stecken sie vor Gericht den Finger in den Mund und gucken wie ein Hund, der sein Herrchen verloren hat. Nein Danke...die Autoindustrie, die Reichen mit ihren SUV und die Murksel werden auch weiterhin dafür sorgen, dass Reiche andere totfahren können und hinterher nur die Rechnung von den Gerichtskosten kommt...und viele regen sich auch noch darüber auf. NEIN Danke...aber so isses hier...pfui Teufel...mit den Leistungsträgern!
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