US-Musik-Manager Vater von Michael Jackson gestorben

Er machte seine Kinder zu Stars - aber war auch ein äußerst strenger Vater: US-Manager Joe Jackson ist gestorben. Er wurde 89 Jahre alt.

Joe Jackson (Archiv)
AFP

Joe Jackson (Archiv)


Joseph "Joe" Jackson ist im Alter von 89 Jahren gestorben, das berichten mehrere US-Medien, darunter "TMZ" und der "Hollywood Reporter", unter Berufung auf Familienmitglieder. Der Musikmanager hatte demzufolge an Krebs gelitten.

Er galt als strenger Patriarch der Jackson-Familie. Er managte die Jackson 5 und baute die Solokarrieren seines Sohnes Michael und seiner Tochter Janet auf. Michael Jackson starb 2009 an einer Medikamenten-Überdosis.

Im Jahr 2010 hatte Joe Jackson bei Oprah Winfrey zugegeben, Michael Jackson geschlagen zu haben - Bedauern darüber zeigte er nicht: "Ich bereue es nicht", sagte er damals. "Es hat sie vor dem Gefängnis bewahrt und sie zu rechtschaffenen Menschen gemacht." Michael Jackson hatte sich öffentlich darüber beklagt, wie er von seinem Vater als Kind gezüchtigt worden sei.

Joe Jacksons Enkelsohn Taj Jackson reagierte bei Twitter auf negative Kommentare zur Todesmeldung seines Großvaters: "Joe wurde von unserer ganzen Familie geliebt und unsere Herzen sind voller Schmerz. Lasst uns ohne diese Garstigkeiten trauern."

Joseph Jackson war vor allem als erster Manager seines Sohnes Michael sowie der Jackson 5 bekannt, die aus fünf seiner Söhne bestand. Die junge Band fuhr in den Siebzigen beim Label Motown noch vor Größen wie Marvin Gaye und Stevie Wonder einen Hit nach dem anderen ein, darunter "I Want You Back", "ABC" und "I'll Be There". Jackson war Vater von insgesamt zehn Kindern, Sohn Brandon Jackson starb kurz nach der Geburt.

Der aus einer Kleinstadt in Arkansas stammende Jackson-Patriarch führte zeitweise die Geschäfte seines Sohnes Michael, der sich vom Vater aber bald unabhängig machte. Seine Hochphase als weltberühmter "King of Pop" in den 1980er und 90er Jahren steuerte Michael Jackson dagegen unter anderem mit Manager Frank DiLeo.

bbr/AFP/dpa

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