Johannes Strassmann Deutscher Pokerprofi tot aufgefunden

Vor einer Woche verschwand der deutsche Pokerprofi Johannes Strassmann spurlos bei einem Besuch in Slowenien. Jetzt wurde seine Leiche identifiziert.

Facebook-Seite für Johannes Strassmann (rechts): "Es war ein tragisches Unglück"
facebook/ Missing Johannes Strassmann

Facebook-Seite für Johannes Strassmann (rechts): "Es war ein tragisches Unglück"


Ljubljana - Knapp eine Woche nach dem rätselhaften Verschwinden eines deutschen Pokerprofis in Slowenien nimmt der Fall ein trauriges Ende: Bei dem Toten, der in Ljubljana in der Nähe des letzten Aufenthaltortes des Pokerprofis gefunden wurde, handelt es sich um den 29-jährigen Johannes Strassmann. Das teilte Polizeisprecher Vinko Stojnsek am Samstag in der slowenischen Hauptstadt mit.

Strassmann hatte in Ljubljana Freunde aus der Pokerszene besucht, von der Stadt aus wollte er eigentlich an die kroatische Adriaküste weiterreisen. Nachdem er mit einer Gruppe in der Altstadt unterwegs war, verschwand der Deutsche letzten Samstagabend spurlos. Am Freitag darauf barg die Feuerwehr eine männliche Leiche aus dem Ljubljanica-Fluss, die nicht direkt identifiziert werden konnte.

Keine Spuren von Gewalt

"Die Polizei hat uns gerade kontaktiert und bestätigt, dass der DNA-Test positiv war und es sich bei der Leiche um unseren Freund Johannes handelte", heißt es auf der extra eingerichteten Facebook-Seite. Polizeisprecher Stojnsek bestätigte die eindeutige Identifikation. Laut "Bild"-Zeitung stammte die DNA-Probe für den Abgleich von Strassmanns Schwester. Auf der Facebook-Seite heißt es in einem weiteren Eintrag, dass es sich um ein tragisches Unglück handele. Ein Gewaltverbrechen sei auszuschließen, teilte auch die Polizei mit. Zur Zeit liefen Labortests auf Drogen und Alkohol.

Johannes Strassmann zählte zu den derzeit besten deutschen Pokerspielern. Er wurde in Bonn geboren und lebte in Wien. 2012 gründete er mit einem Kollegen die Online-Pokerschule "CardCoaches". Strassmann trainierte den erfolgreichen Pokerspieler Pius Heinz, der 2011 in den USA 8,7 Millionen Dollar gewann. Auch Boris Becker ließ sich von Strassmann coachen.

irb/dpa



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