John Malkovich über seine Schurkenrollen "Dieses Image hat sehr wenig mit mir zu tun"

Hollywoodstar John Malkovich mimte schon oft den Bösewicht, was ihm ein entsprechendes Image bescherte. Ganz recht ist ihm das offenbar nicht.

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John Malkovich hadert mit seinem Image als Bösewicht. "Das ist die Krux meiner Filmkarriere", sagte der 65-Jährige dem "Playboy". "Es ist leider eine Tatsache, dass mich die Leute eher als Bösewicht oder Killer sehen wollen als in anderen Rollen."

Die Zuschauer interessierten sich eben nicht sehr dafür, wenn er den Maler Gustav Klimt spiele, den Kunstdieb in einer romantischen Komödie oder Athos, einen der Musketiere. "Aber dieses Image hat sehr wenig mit mir zu tun", sagte Malkovich.

Der Schauspieler gilt als Spezialist für abgründige Charaktere, er spielte bereits einen gewissenlosen Intriganten ("Gefährliche Liebschaften"), einen Attentäter ("In The Line Of Fire") und einen größenwahnsinnigen Kriminellen ("Con Air").

Für die nächste Schurkenrolle ist John Malkovich übrigens schon gebucht: Er wird in diesem Jahr als Harvey Weinstein auf der Bühne stehen. Malkovich spielt den Ex-Filmproduzenten in dem Theaterstück "Bitter Wheat" von David Mamet. Zahlreiche Frauen hatten Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen, daraus entstand die #MeToo-Bewegung.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels wurde John Malkovich als Oscar-Preisträger bezeichnet. Tatsächlich gewann der Schauspieler die Auszeichnung bislang nicht. Wir haben die entsprechende Stelle korrigiert.

jpz/dpa



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