Johnny Depps Hunde-Drama Minister als Widerstandskämpfer geehrt

Sie denken, die Posse um die Hunde des Ehepaars Depp könnte keinen weiteren peinlichen Schlenker nehmen? Oh doch! Nun wurde der Minister ausgezeichnet, der den Ärger anzettelte - für seinen Widerstand.

Getty Images

Was bisher geschah:

  • Johnny Depps Frau Amber Heard missachtete bei einem Besuch in Australien die Vorschriften, wonach Tiere eine zehntägige Quarantäne machen müssen und eine, nun ja, Aufenthaltserlaubnis benötigen.
  • Das wiederum erzürnte Agrarminister Barnaby Joyce. Er drohte, die Tiere einschläfern zu lassen. In letzter Sekunde wurden die Hunde zurück in die USA geflogen.
  • Heard wurde von den australischen Strafermittlern angeklagt, weil sie angeblich den Tierschmuggel maßgeblich plante. Sie schwänzte bislang jedoch die Gerichtstermine.
  • Depp beleidigte Politiker Joyce als "dick und schwitzig", Heard warf ihm Mediengeilheit vor.
  • Im April wird in Australien verhandelt, Heard muss erscheinen und hat angekündigt, sich dem Verfahren zu stellen.

So weit, so deppert. Doch nun wurde der australische Agrarminister Joyce für seinen Einsatz gegen Depp und Heard geehrt. Er wurde für seine prinzipientreue Entscheidung mit einem Preis namens "Froggatt" ausgezeichnet. Verliehen wurde er vom Invasive Species Council, das den Politiker für sein "schnelles und entschiedenes Handeln" lobte.

Der Chef der Organisation erklärte in einer Mitteilung: "Es hat damals vielleicht ein wenig nach einem Witz ausgesehen, aber Barnaby Joyce hat das Richtige getan." Es sei stark von ihm gewesen, die strikten Quarantänegesetze durchzusetzen. Außerdem habe er sich verdient gemacht, weil er in der Schifffahrt strengere Regeln einführte.

Der Award erinnert demnach an den Wissenschaftler Walter Froggatt, der in den Dreißigern bereits davor warnte, eine Kröte in Australien auszusetzen. Diese könne bald eine ähnlich große Pest werden, wie Kaninchen und Kakteen, schrieb Froggatt damals.

gam



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