Hamburg - Es ist ihr erster Film. Am 10. Mai kommt "Ausgerechnet Sibirien" ins Kino, mit Joachim Król in der Hauptrolle. Minu Barati beugt sich der PR-Maschinerie und wirbt für ihr Erstlingswerk, das an Originalschauplätzen in Russland gedreht wurde. "Sicherlich wäre ein Dreh in Berlin-Kreuzberg einfacher gewesen, als eine deutsch-russische Co-Produktion am Ende der Welt", sagte Barati der Frauenzeitschrift "Brigitte". "Aber wenn ich es bequem haben will, hätte ich mir einen anderen Job suchen müssen."
Das Gleiche gilt wohl auch für ihren Ehemann, Ex-Außenminister Joschka Fischer. Minu Barati ist seine fünfte Ehefrau und meint, die Aufmerksamkeit als Frau an Fischers Seite habe ihr eher geschadet als genützt. "Ich bin keine Seifenoperndarstellerin, die davon profitiert. Im Gegenteil, für mein Umfeld ist das eher befremdlich, und ich konnte lange nicht unbeobachtet meiner Arbeit nachgehen."
Barati und Fischer haben 2005 geheiratet. An das Kennenlernen erinnert sich die 36-Jährige so: "Als ich seinen Namen hörte, musste ich sofort an den Kanarienvogel meiner Oma denken. Der hieß Joschka, weil der nicht gesungen, sondern nur geschimpft hat." Gewählt habe die Großmutter allerdings die CDU, plauderte die Filmproduzentin aus.
jjc/dpa
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