Beschlagnahmtes Tier: Justin Biebers Äffchen wird Deutscher

Kapuzineräffchen Mally: Bye-bye Bieber Fotos
DPA

Der vom Zoll beschlagnahmte Affe von Justin Bieber wird wohl in den Besitz der Bundesrepublik übergehen. Wenn der Sänger das Tier nicht bis Ende der Woche zurückholt, soll es zu Artgenossen in einen Zoo ziehen. Noch unklar sind die finanziellen Folgen für den Teenie-Star.

München/Bonn - Das Tier hat für reichlich Wirbel gesorgt, künftig soll es ein weniger aufregendes Leben führen: Justin Biebers Kapuzineräffchen Mally wird wohl in einem Zoo in Deutschland bleiben. "Der Affe wird in eine seit langer Zeit bestehende Gruppe von Kapuzineraffen integriert", sagte Dietrich Jelden vom Bundesamt für Naturschutz (BfN).

Ende der Woche verliere Bieber endgültig sämtliche Ansprüche auf das Tier, so das BfN. Biebers Anwälte hätten bereits signalisiert, der Sänger werde auf das Kapuzineräffchen verzichten. Dann ginge Mally in den Besitz Deutschlands über.

Unklar sind indes die finanziellen Folgen für den Teenie-Star. Neben den Kosten für die Unterbringung des mittlerweile gut fünf Monate alten Primaten muss Bieber nach Angaben des BfN möglicherweise auch mit einem Bußgeld oder sogar einem Strafverfahren rechnen.

"Er wächst und gedeiht"

Die Kosten für Unterbringung und Verfahren summieren sich nach Einschätzung des BfN auf einen fünfstelligen Euro-Betrag. Die Behörde wirft Bieber vor, das Äffchen ohne Einfuhrgenehmigung nach Deutschland gebracht zu haben. Eine Genehmigung sei für alle Tiere nötig, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fielen.

Der Sänger hatte das Äffchen zu seinem 19. Geburtstag geschenkt bekommen. Weil er bei der Einreise nach Deutschland Ende März für seine "Believe"-Tour keine Papiere für das Tier dabei hatte, wurde Mally am Münchner Flughafen vom Zoll beschlagnahmt. Seitdem lebt der Affe in einem Münchner Tierheim.

"Er wächst und gedeiht", sagte Tierheimsprecherin Judith Brettmeister. "Er nimmt schön zu und hüpft durch die Gegend. Jetzt wird es langsam Zeit, dass er in die Gemeinschaft von anderen Affen kommt." Von seinen Artgenossen könne er Kommunikation und Verhalten lernen. "Sonst fängt er an, komisch zu werden", so Brettmeister.

Wohin genau Mally kommt, wird laut BfN zum Schutz vor Schaulustigen geheimgehalten. Das Tier bleibe auf jeden Fall dauerhaft im Besitz des Bundes, die neue Einrichtung dürfe es nicht weiterverkaufen.

wit/dpa/AFP

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