Feuerwehr-Großeinsatz in Kalifornien "Unterstützt diese tapferen Männer und Frauen"

Sie kämpfen gegen die Flammen und riskieren dabei ihr Leben: Tausende Feuerwehrleute bekämpfen in Kalifornien die Waldbrände. Die berühmten Bewohner der Region zeigen sich dankbar - und rufen zu Spenden auf.

DPA

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpfen gegen drei große Brände im Norden und Süden Kaliforniens an. Hunderttausende Menschen hätten ihre Häuser verlassen müssen, teilte die Einsatzleitung im Bezirk Los Angeles mit - unter ihnen auch viele Prominente. Die nutzten ihre Popularität, um den Einsatzkräften zu danken und zu Spenden aufzurufen.

Zu ihnen gehört auch US-Schauspieler Gerard Butler. "Nach der Evakuierung zurück an meinem Haus in Malibu", schrieb der 48-Jährige auf Instagram. Dazu veröffentlichte er ein Foto, das ihn vor qualmenden Trümmern zeigt. Zu erkennen sind darauf Reste einer Hauskonstruktion und ein Autowrack.

Das sei eine "herzzerreißende Zeit in ganz Kalifornien", so der Schauspieler, der gerade in dem U-Boot-Thriller "Hunter Killer" in den Kinos zu sehen ist. Butler dankte den Feuerwehrleuten. "Unterstützt diese mutigen Männer und Frauen", schrieb er.

Das Haus der US-Sängerin Miley Cyrus steht ebenfalls nicht mehr. Trotz des materiellen Verlustes sieht sie sich als "eine der Glücklichen", schrieb die 25-Jährige auf Twitter. "Meine Tiere und DIE LIEBE MEINES LEBENS haben es sicher herausgeschafft & das ist alles, was im Moment zählt." Auch sie dankte der Feuerwehr und Polizei.

Auch bei den People's Choice Awards in Los Angeles gab es neben den Trophäen und Auftritten nur ein Thema: den Einsatz der Feuerwehrleute. Bei der Vergabe der Auszeichnungen sprachen Stars wie Melissa McCarthy, Kim Kardashian und Mila Kunis den Einsatzkräften ihren Dank aus und riefen zu Spenden auf.

Die Feuerwehr leiste "unglaubliche Arbeit", sagte Ex-Spice-Girl Victoria Beckham, die bei der Gala mit einem Ehrenpreis als Mode-Ikone bedacht wurde. "Bitte denkt an die Opfer, Helfer und Feuerwehrleute und spendet", sagte auch die Komikerin Melissa McCarthy.

Ex-Präsident Barack Obama hatte sich ebenfalls auf Twitter geäußert. Er und seine Frau Michelle seien dankbar "für den Todesmut der Feuerwehrleute, die rund um die Uhr ihre Leben riskieren, um andere zu retten", schrieb er weiter. "Bitte tut, was ihr könnt, um unseren amerikanischen Mitbürgern zu helfen."

Mehr als 30 Tote, 228 Menschen vermisst

Mindestens 31 Menschen sind bei den schweren Waldbränden bislang ums Leben gekommen. Ihre Leichen seien in ausgebrannten Häusern und Autos gefunden worden, teilten die Behörden mit. 228 Menschen seien noch als vermisst gemeldet.

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Heftige und heiße Winde treiben die Brände immer weiter voran. Die Behörden rechnen damit, dass der trockene Wind mindestens bis Dienstag anhält. Zehntausende Menschen wurden aufgefordert, die vom Feuer bedrohten Gebiete zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. "Ihr Haus kann wieder aufgebaut werden, aber niemand kann Ihnen Ihr Leben zurückbringen", warnte der Chef der Feuerwehr des Landkreises Los Angeles, Daryl Osby.

sen/dpa/Reuters



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