Kanye West und Donald Trump Es war einmal

"Ein guter Mann", sagte Donald Trump über Kanye West. Nach ihrem Treffen veröffentlichte der Rapper bei Twitter Szenen einer Männerfreundschaft. Die scheint nun vorbei.

AFP

Als die beiden Männer sich im Dezember trafen, klang alles ganz harmonisch. Donald Trump, heute US-Präsident, und Rapper Kanye West. "Ein guter Mann", flötete Trump über seinen Gast, beide seien "Freunde, nur Freunde".

In mehreren Tweets schwärmte West von der Begegnung im New Yorker Trump Tower. Man habe über "multikulturelle Angelegenheiten" diskutiert, schrieb der Musiker bei Twitter. "Ich denke, es ist wichtig, einen direkten Draht zum künftigen Präsidenten zu haben, wenn man wirklich etwas verändern will."

"Für Kanye"

Auf kritische Kommentare reagierte West mit einem Twitter-Foto. Es zeigte den Titel des "Time"-Magazins mit der Geschichte "Person of the Year". Trump war dort abgebildet und hatte sein Bild signiert: "Für Kanye, einen wunderbaren Freund. Danke."

Nun scheint die wunderbare Männerfreundschaft vorbei. Wie mehrere Medien berichten, hat West seine Tweets über das Trump-Treffen gelöscht. Ob er aus Ärger über die Trump-Politik handelte, ist nicht bekannt. Bisher äußerten sich seine Sprecher nicht.

Fest steht, dass West jüngst den Anti-Trump-Song "Propaganda" des Rappers King Myers produzierte, wie der TV-Sender CNN online berichtet. Darin geht es darum, Trump aus dem Amt zu jagen und Solidarität mit Flüchtlingen und Muslimen zu zeigen.

Bereits im November hatte sich West mit seinen Fans angelegt, die ihm seine Sympathien für Trump übel nahmen. Damals sagte er: "Ich habe euch allen gesagt, ich habe nicht gewählt, okay? Aber wenn ich gewählt hätte, dann hätte ich Trump gewählt." (Lesen Sie hier die Geschichte: "Verrückt, aber nicht irre" über Kanye West)

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insgesamt 18 Beiträge
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Putin-Troll 07.02.2017
1. Na dann
Na wenn Kayne West gegen Trump ist, dann müssen wir ja auch alle gegen trump sein. Mr. West ist immerhin Rapper, somit hat seine Meinung in politischen Fragen automatisch Gewicht. Oder wie darf ich das jetzt verstehen?
nolabel 07.02.2017
2. Reiner Opportunismus
von Mr. West, tippe ich. Ihm ist wohl klar geworden, dass Trumpisten nicht so die großen Rap-Fans sind. Naja, die Weisheit hat er eh nicht mit Löffeln gegessen, aber dafür ja mehrere Sprecher, hahaha.
treime 07.02.2017
3. Gähn
Zitat von Putin-TrollNa wenn Kayne West gegen Trump ist, dann müssen wir ja auch alle gegen trump sein. Mr. West ist immerhin Rapper, somit hat seine Meinung in politischen Fragen automatisch Gewicht. Oder wie darf ich das jetzt verstehen?
Kanye West ist fast ausschließlich Medienmensch und abhängig von seinen Fans. Wie Beitrag 2 schon richtig schrieb: "Opportunist"
menton 07.02.2017
4. Naja,
Kanye West´s Meinung ist nicht gerade etwas, was man sich zum permanenten Leitbild machen sollte... Der Mann hat hinreichend oft gezeigt, dass er ein ziemlicher Trottel ist!
Atheist_Crusader 07.02.2017
5.
Die Leute mit denen Trump sich laut eigener Aussage gut versteht, sind irgendwie alle wie er selbst: völlig abgehobene Narzissten. Da darf es dann auch nicht wundern, wenn die Freundschaft nicht lange hält. Sobald die ersten Interessen aufeinanderprallen ist Schluss.
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