Ex-Primaballerina Karin von Aroldingen ist tot

Sie wurde in Thüringen geboren - und in New York zum Star: Karin von Aroldingen galt als eine der herausragenden Balletttänzerinnen ihrer Zeit. Nun ist die 76-Jährige gestorben.

DPA

Die frühere Primaballerina Karin von Aroldingen ist tot. Sie sei bereits am vergangenen Freitag im Alter von 76 Jahren in ihrem Zuhause in Manhattan gestorben, berichtete die "New York Times". Die Zeitung beruft sich dabei auf Aroldingens Tochter. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt.

Karin Anny Hannelore Reinbold von Aroldingen wurde im September 1941 im thüringischen Greiz geboren. Sie lernte das Tanzen in Deutschland und war Teil des Ballett-Ensembles im hessischen Frankfurt. Anfang der Sechzigerjahre wechselte sie nach New York - und wurde dort zum Star. Die "NYT" nennt sie "eine der unverwechselbarsten Tänzerinnen des New York City Balletts". Sie habe mit ihren Rollen einen "dauerhaften Eindruck" hinterlassen.

Schon zu Beginn ihrer Zeit in Amerika arbeitete Aroldingen mit dem legendären russischen Choreographen George Balanchine zusammen. Er schrieb zahlreiche Rollen für sie, auch privat waren die beiden eng befreundet. Er sagte einmal über sich: "So wie der Papst Christus vertritt, bin ich der Stellvertreter Terpsichores, der Göttin des Tanzes."

Aroldingen war mit dem Immobilienmakler Morton Gewirtz verheiratet, er starb 2011. Das Paar hatte eine Tochter: Margo Manhattan ist laut "NYT" Schmuckdesignerin.

aar/dpa



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