Stardesigner Karl Lagerfeld fehlt bei Chanel-Modenschau

Sorge um Karl Lagerfeld: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten ist der Chanel-Kreativdirektor nicht am Ende seiner Modenschau aufgetreten. Er habe sich erschöpft gefühlt, hieß es.

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Seit Jahrzehnten ist es Tradition, dass Stardesigner Karl Lagerfeld am Ende seiner Modenschauen auf dem Laufsteg erscheint. Doch in diesem Jahr warteten die Zuschauer der Haute-Couture-Schau für die Frühlings- und Sommerkollektion in Paris vergeblich.

"Herr Lagerfeld fühlte sich erschöpft und hat die Leiterin seines Studios, Virginie Viard, gebeten, ihn zu vertreten", hieß es in einem Statement von Chanel. Lagerfeld ist seit Anfang der Achtzigerjahre Kreativdirektor bei Chanel. Viard arbeitet seit rund 30 Jahren für ihn und gilt als seine rechte Hand. In der Vergangenheit nahm sie den Schlussapplaus meistens gemeinsam mit ihm entgegen.

Zunächst hatte es geheißen, Lagerfeld werde zur zweiten Show erscheinen. Doch auch dort fehlte er. Die beiden Haute-Couture-Schauen wurden im Pariser Grand Palais gezeigt. Als die erste Schau ohne Lagerfeld endete, zeigten sich Gäste enttäuscht. Als er auch bei der zweiten Vorführung fehlte, wuchs die Sorge um den Weltstar. Zu Lagerfelds Alter gibt es unterschiedliche Angaben. Er selbst gibt an, 1935 geboren zu sein.

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Designer: Karl Lagerfeld ist erschöpft

"Das ist schade", sagte die frühere "Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel nach der Show der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Denn alle, die zu den Schauen kommen, machen das vor allem, um Karl Lagerfeld zu ehren. Jeder, der rausgeht, wird sich jetzt fragen: Was ist passiert? Warum zeigt er sich nicht?"

Modekritikerin Suzy Menkes schrieb auf Instagram, dass sie Lagerfeld noch am vergangenen Sonntag bei den Anproben gesehen habe. Dazu postete die "Vogue"-Redakteurin ein entsprechendes Video.

bbr/dpa/AFP



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