Nachwuchs bei Kate und William Was bedeutet der royale Neuzugang für die Thronfolge?

Das Commonwealth hat was zu feiern: Bei den Royals kündigt sich Nachwuchs an. Was bedeutet die Geburt des dritten Kindes von Kate und William für die Thronfolge?

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Premierministerin Theresa May gratuliert, die Queen ist entzückt, die beteiligten königlichen und bürgerlichen Familien ebenfalls: Die Herzogin von Cambridge und ihr Mann Prinz William haben bekanntgegeben, dass sie erneut Nachwuchs erwarten. Nach Prinz George, 4, und Prinzessin Charlotte, 2, ist Kind Nummer drei unterwegs - und wirft Fragen nach der Thronfolge auf.

Die Reihenfolge ist eigentlich recht übersichtlich: Sollte die amtierende Königin Elizabeth II. abdanken (eher unwahrscheinlich) oder sterben, ist ihr Sohn Prinz Charles an der Reihe. Dieser würde das Zepter an seinen ältesten Sohn Prinz William weitergeben. Dritter in der Thronfolge ist der kleine Prinz George, gefolgt von seiner Schwester Charlotte.

Der zu erwartende Familienzuwachs könnte allerdings historische Dimensionen haben: Selbst wenn das dritte Kind von William und Kate ein Junge sein sollte, wird er seine größere Schwester Charlotte in der Thronfolge nicht überholen. Dies ist einer neuen Regelung geschuldet, die nach der Hochzeit der Eltern in Kraft trat.

Harry nur noch auf Rang sechs

Der Beschluss des Britischen Parlaments vom April 2013 bestimmt, dass nunmehr ab dem Stichtag 28. Oktober 2011 ausschließlich die Reihenfolge der Geburt die Thronfolge bestimmt. Vor Inkrafttreten des sogenannten "Succession to the Crown Act" hatten 300 Jahre lang männliche Anwärter Anrecht auf den Platz der älteren Schwester. Jetzt könnte erstmals ein weiblicher Nachkomme, die kleine Charlotte, von der neuen Regelung profitieren.

Eines steht auf jeden Fall fest: Williams Bruder Harry wird durch die Geburt des dritten Kindes in jedem Fall auf Rang sechs der Thronfolge zurückfallen.

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Die Royals: Nummer drei ist unterwegs

Aber was tut sich an der Spitze? Schon lange wird darüber spekuliert, dass William seinen Vater Charles, 68, gleichsam überholen und statt seiner den Thron von Königin Elizabeth II. übernehmen könnte. Dies ist prinzipiell möglich, weil William ein direkter Nachkomme von Sophia von Hannover (1630-1714) ist und es daher keinen Grund gäbe, ihm die Thronfolge zu verweigern, sollte sein Vater Charles ihm den Vorrang lassen.

Für einen freiwilligen Thronverzicht gibt es seit 1936 ein Exempel, das König Edward VIII. mit seiner Abdankung statuierte. Ob Prinz Charles allerdings dazu geneigt ist, ist unklar. Bei Beliebtheitsumfragen liegt er regelmäßig hinter William, mehr als die Hälfte der Briten favorisieren seinen Sohn als Monarchen.

Arthur? Alice?

Die britische Thronfolge unterliegt der Gesetzgebung des Parlaments und kann von ihm geändert werden. Von der Thronfolge ausgeschlossen sind Katholiken - König oder Königin müssen Anglikaner sein. Allerdings darf der Ehegatte mittlerweile katholisch sein. Auch für nicht katholische Kinder von Katholiken erlischt der Thronanspruch nicht.

Wie nicht anders zu erwarten, nehmen die Buchmacher in Großbritannien bereits Wetten auf den möglichen Namen des königlichen Neuzugangs an. Derzeit an der Spitze liegen "Alice" und "Arthur" - man geht offenbar davon aus, dass Kate und William einen klassischen Namen wählen werden, wie schon bei George und Charlotte. Queen Victoria hatte eine ihrer Töchter "Alice" genannt, "Arthur" ist ein Vorname sowohl von Prinz Charles als auch Prinz William.

ala



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