Pleite wegen Verlobungskleid Designerin klagt über den Kate-Effekt

Daniella Helayel entwarf das Kleid, in dem Kate Middleton ihre Verlobung verkündete. Die Aufmerksamkeit war der Designerin danach sicher - und führte dazu, dass sie nach eigenen Angaben pleiteging.

AP

Ein 12-Karat-Ring und ein passendes blaues Kleid - so präsentierte sich Kate Middleton 2010 als Verlobte von Prinz William der Öffentlichkeit. Für den Saphir fehlte den meisten Royal-Fans wohl das nötige Kleingeld, doch Kates Kleid löste eine wahre Manie aus.

Entworfen hatte das begehrte Kleid Daniella Helayel, die Besitzerin des Modelabels Issa. Doch statt Ruhm und Reichtum trieb die königliche Aufmerksamkeit sie nach eigenen Angaben in den Ruin. Jedenfalls erzählte Helayel die Geschichte so nun dem Magazin "You".

Schon vor Kates Entscheidung, ein Kleid von ihr zu tragen, habe sie prominente Kundinnen gehabt: Madonna, Kylie Minogue und Elizabeth Hurley gehörten dazu. Dennoch sei das Unternehmen 2008 in eine finanzielle Schieflage geraten.

"Issa war eine Nischenmarke, wir hatten loyale Kunden, aber 2008 und 2009 waren wir in finanziellen Schwierigkeiten", sagte Helayel. "Als Kate das Kleid trug, änderte sich alles."

Der Auftritt der zukünftigen Prinzengattin bescherte Helayel große Aufmerksamkeit. Der Bestand sei innerhalb von fünf Minuten ausverkauft gewesen und wurde Tausende Male nachbestellt. Sie und ihr Team seien nicht darüber informiert gewesen, dass Kate das Kleid tragen würde, sagte Helayel.

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Verlobungskleid: Das Pleite-Kleid der Kate Middelton

"Es war alles sehr aufregend", erinnerte sich die Designerin. "Wir hatten keinen Fernseher im Studio, und das war noch vor Instagram, aber wir wussten sehr schnell, dass Kate Issa trug, weil um vier Uhr die Telefone anfingen zu klingeln und nicht mehr aufhörten. Es war verrückt."

Die Verkäufe ihrer Firma hätten sich nach der Verlobung verdoppelt. Aber sie habe nicht über das Kapital verfügt, um der Nachfrage Herr zu werden, klagte Helayel. Das Wachstum sei einfach viel zu schnell erfolgt. "Die Bank weigerte sich, mir einen Kredit zu geben, und die Fabrik forderte, dass ich meine Rechnungen bezahlen sollte", sagte sie. "Ich brauchte einen Investor."

Mit Camilla al-Fayed, der Halbschwester des mit Prinzessin Diana tödlich verunglückten Dodi al-Fayed, fand sich eine Geldgeberin. Fayed erwarb 51 Prozent Anteile des Unternehmens, eine neue Firmenchefin kam an Bord, mit der sich Helayel überwarf. Sie verließ Issa, bevor das Label 2013 geschlossen wurde.

"Am Ende war ich pleite", sagte Helayel. Inzwischen hat die Designerin ein neues Label. Aber der geplatzte Traum vom Geschäft, der mit ihrem berühmtesten Entwurf scheiterte, geht ihr immer noch nahe. "Zu sehen, wie es sich in Luft auflöste, hat mir das Herz gebrochen."

cnn



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