William und Kate in Kanada Königliche Knirpse

Schon 2011 wurden Prinz William und seine Frau Kate mit Jubel in Kanada empfangen. Diesmal zogen zwei andere Gäste noch mehr Aufmerksamkeit auf sich: der dreijährige George und Schwesterchen Charlotte.

AP / Darryl Dyck / The Canadian Press

Es war der kleine Prinz, auf den sich die Kameras zunächst richteten. Kurze Hosen, blauer Pullover, Kniestrümpfe - ein blonder Dreijähriger, der nach einem Interkontinental-Flug ziemlich wackelig die Gangway hinunterging. George, der jüngste Thronfolger des britischen Königshauses, ist zum einwöchigen Staatsbesuch mit seiner Familie in Kanada eingetroffen.

Dabei ist es offiziell vor allem eine Stippvisite von Vater William und Mutter Kate, die an diesem Wocheende im kanadischen Victoria begonnen hat. Das Paar, Sohn George und dessen zwei Jahre jüngerer Schwester Charlotte wurden in Kanada mit Böllerschüssen, Fanfaren und Tänzen von Ureinwohnern begrüßt. Premierminister Justin Trudeau ließ es sich nicht nehmen, den Herzog und die Herzogin von Cambridge persönlich in Victoria zu empfangen.

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Royals in Nordamerika: Kate, Kinder, Kanada

Für George, Urenkel der britischen Queen, ging Trudeau sogar in die Knie. Um auf einer Ebene mit dem Dreijährigen plaudern zu können, ließ sich der Regierungschef auf dem Vorfeld des Flughafens neben George nieder. Entlang den Straßen der Stadt jubelten Tausende Menschen dem Herzog und der Herzogin von Cambridge zu. Victoria ist die Hauptstadt der Pazifikprovinz British Columbia und liegt auf Vancouver Island, gut hundert Kilometer südwestlich von der Stadt Vancouver.

Für Charlotte ist es die erste Auslandsreise

William, der Zweite in der britischen Thronfolge, und Kate waren bereits kurz nach der Hochzeit im Jahr 2011 durch Kanada gereist. Für ihren Nachwuchs ist es die erste Begegnung mit dem flächenmäßig größten Land der Commonwealth-Gemeinschaft. George hatte seine Eltern schon nach Neuseeland und Australien begleitet. Für die kleine Charlotte ist dies die erste große Auslandsreise - abgesehen etwa von einem privaten Familienausflug in die französischen Alpen.

Während William und Kate in British Columbia und im benachbarten Yukon offizielle Termine wahrnehmen, werden die beiden Kinder die meiste Zeit unter der Aufsicht eines Kindermädchens in Victoria bleiben.

Der Nachwuchs des Paares zieht regelmäßig größere Aufmerksamkeit auf sich als William und Kate selbst. Zuletzt hatte das Königshaus im Juli Bilder von der Feier anlässlich des dritten Geburtstags von Prinz George veröffentlicht - mit Details zum Familienleben hält sich der Buckingham-Palast hingegen zurück.

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Thronfolger: Prinz George im Park

mxw/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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BettyB. 25.09.2016
1. Nun ja...
Zwei anscheinend nette und ganz gut aussehende scheinbar gesunde Kinder, dass da Eltern und Großeltern begeistert sind, ist ja verständlich, aber wieso eigentlich irgendwelche Dritte? Und wieso wird das nicht hinterfrgt, wenn man schon darüber meint berichten zu sollen?
w-j-s 25.09.2016
2. Das ist streng genommen keine Auslandsreise
Wenn die Hoheiten in Kanada sind, dann gelten sie in Kanada als Kanadier, nicht als Briten, denn die Oma bzw. Uroma ist auch Königin von Kanada. In Kanada sind sie daher Mitglieder der Royal Canadian Family. Und zu Betty B.: Es sind also auch nicht irgendwelche "Dritte" begeistert, sondern Leute, für die diese Familie irgendwelche nationalen Symbole repräsentiert, für die ansonsten, wenn sie anderswo weilen, nur ein Generalgouverneur herhält (was aber andererseits die kanadische Monarchie recht günstig macht). Wenn sich die Kanadier zu irgendwelchen Anlässen selbst inszenieren, sind sie wohl mehrheitlich der Meinung, dass sich so ein anwesender Royal recht gut macht, um die Zeremonie aufzuwerten (zu Olympia--Eröffnungen zieht man aber mittlerweile den eigenen Generalgouverneur vor. Elisabeth II. durfte zuletzt 1976 in Montreal für Kanada ran - in Calgary und Vancouver dagegen ebensowenig wie in Sydney.
niamh 30.09.2016
3.
Der Artikel gehoert eher in "Hello!" als ineiner Zeitschrift, die sich als serioes haelt. Wir Briten - und wohl viele Kanadier - sind auch anti-Monarchisten !Bitte ueber die kanadische Proteste gegen den Besuch von Kate und William berichten. Einfallend ist Williams furchtbares Franzoesisch (ein Beweis dafuer, dass Reichtum nicht unbedingt eine gute Bildung kaufen kann). Ein lobenswerter Tat: das koenigliches Paar haben - samt die Trudeaus - syrische Fluechtlinge besucht. Das ist ein maechtiges Zeichen gegenueber unsere (britische) Regierung,die nichts tut. Danke dafuer, William und Kate. Kein Wort im Spiegel Artikel ueber das Treffen mit syrischen Fluechtlingen! Der Spiegel will ja eher ueber niedliche Kinder und Luftballons berichten
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