Kate Winslet zu Missbrauchsvorwürfen "Bitteres Bedauern"

Selbstkritik von Kate Winslet: Sie habe "schlechte Entscheidungen" getroffen, als sie in Filmen bestimmter Regisseure und Produzenten mitspielte. Namen nennt sie jedoch nicht.

Getty Images

Eigentlich sollte es ein erfreulicher Abend für Schauspielerin Kate Winslet werden - am Sonntag erhielt sie bei den "London Critics' Circle Film Awards" eine Auszeichnung. Doch die Schauspielerin sprach in ihrer Rede auch von "schlechte Entscheidungen", die sie in der Vergangenheit getroffen habe.

Dabei ging es vor allem um die Zusammenarbeit mit bestimmten Regisseuren, denen Missbrauch vorgeworfen wird, wie unter anderem BBC und der "Hollywood Reporter" berichteten. Die Oscar-Preisträgerin nannte dabei allerdings keine Namen, sondern sprach allgemein von "Regisseuren, Produzenten und Männern der Macht, die für Jahrzehnte geehrt und beklatscht wurden."

Durch den Women's March, bei dem Mitte Januar Tausende für Frauenrechte protestierten, habe Winslet erkannt, dass sie nicht in der Lage sei, an diesem Abend ihr "bitteres Bedauern" für sich zu behalten. Sie habe mit Individuen zusammengearbeitet, "bei denen ich wünschte, ich hätte es nicht getan", sagte die 42-Jährige. "Mir ist klar geworden, dass ich, indem ich nichts sage, vielleicht zu den Qualen von vielen mutigen Frauen und Männern beitrage."

Die Britin hatte für ihre Rolle im Film "Der Vorleser", der auch von der Weinstein Company produziert wurde, einen Oscar gewonnen und kürzlich in "Wonder Wheel" von Woody Allen mitgespielt. Dessen Adoptivtochter Dylan Farrow beschuldigt den Regisseur des Missbrauchs. Sie hatte Winslet zuvor vorgeworfen, Allen zu verteidigen.

bbr



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