Oscar-Dankesreden Kate Winslet belauscht ihre Gäste auf dem Klo

Die Schauspielerin Kate Winslet hat ihren Oscar auf dem stillen Örtchen platziert. Und belauscht ihre Gäste deshalb offenbar gern beim Toilettengang.

REUTERS

Die Schauspielerin Kate Winslet ("Titanic", "Little Children") kann sich immer noch über ihren Oscar von 2009 freuen. Die 40 Jahre alte Britin hat die Trophäe nämlich auf der Toilettenspülung platziert - mit unerwarteten Folgen. "Die meisten Bekannten, die meine Toilette aufsuchen, nehmen ihn nämlich in die Hand und halten dann vor dem Spiegel eine improvisierte Oscar-Dankesreden", sagte Winslet der "Welt am Sonntag". Das sei "irre komisch."

Manchmal würde sie zu Hause auch vor der Toilettentür lauschen, welche Oscar-Reden ihre Gäste hielten. "Ich bin aber auch ziemlich gut darin, allein an diesem euphorisierten Gesichtsausdruck erkennen zu können, ob jemand meinen Oscar in die Hand genommen und eine Rede gehalten hat", sagte sie der Zeitung.

Winslet war 2009 für ihre Rolle einer ehemaligen KZ-Aufseherin in der Bernhard-Schlink-Verfilmung "Der Vorleser" mit dem Preis ausgezeichnet worden. In ihrem neuen Film "Steve Jobs", der am 12. November in die deutschen Kinos kommt, spielt sie Joanna Hoffman, die langjährige Marketingchefin und rechte Hand des ebenso tyrannischen wie genialen Apple-Chefs. Hoffman gehörte zu den wenigen Menschen, die es wagten, Jobs Paroli zu bieten.

Winslet sieht die von Steve Jobs angestoßenen Innovationen eher skeptisch, vor allem das iPhone. "Leute mit Smartphones sind viel schlimmer, als es Paparazzi je waren. Sie können dich jederzeit mit ihrem Smartphone abschießen, nur eben aus der Tasche geholt: Klick. Und dann schicken sie es sofort überall hin. Das ist eine verabscheuungswürdige, widerliche Invasion", sagte sie dem Blatt.

Viele der digitalen Innovationen seien bei verantwortlichem Gebrauch zwar ein Segen, sie selbst sei aber kein Tech-Nerd. "Ich bin nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs. Kein Facebook! Kein Twitter! Kein Instagram!", sagt sie weiter. Facebook-Accounts mit ihrem Namen seien "komplett ausgedacht".

Auch gegen digitale Retuschen hatte sich die Schauspielerin jüngst verwehrt. Ihre Werbefotos für Schönheitsprodukte sollen zukünftig völlig frei von Bildbearbeitung sein.

sun



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.