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Kate Winslet: "Selbstverständlich sollten Frauen und Männer gleich bezahlt werden"

Bezahlung in Hollywood: Gleiche Gage für alle Stars Fotos
AP

Was Kate Winslet zu ungleicher Bezahlung in Hollywood zu sagen hatte, löste Irritationen aus: Die Debatte sei geschmacklos und gar kein nettes Gesprächsthema. Nun sagt die Schauspielerin, sie habe die Sache ganz anders gemeint.

Man sollte meinen, die Filmindustrie sei in Sachen gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit weiter als andere Branchen - zumindest, was die großen Stars angeht. Schließlich sind Blockbuster mit Jennifer Lawrence oder Sandra Bullock nicht weniger erfolgreich als Filme mit Brad Pitt oder Johnny Depp.

Tatsächlich gibt es aber noch immer erhebliche Unterschiede bei den Gagen. Auch deshalb bringen männliche Hollywoodstars im Verhältnis zu ihren Gagen den Filmstudios wenig Profit, während Frauen die Rentabilitätsliste dominieren.

Kate Winslet war von der BBC im November zu der Bezahlungs-Frage interviewt worden. Damals sagte die Schauspielerin, sie halte die Diskussion für geschmacklos. Sie denke nicht, dass man darüber öffentlich überhaupt ein nettes Gespräch haben könne.

Das ließ sich so interpretieren, als sei Winslet die schlechtere Bezahlung von Schauspielerinnen gleichgültig. Und das kam gar nicht gut an. Nun bemüht sich Winslet, diesen Eindruck zu korrigieren. Beim Palm Springs Film Festival sprach sie mit E!Online über das BBC-Interview.

Sie sei falsch interpretiert worden, sagte Winslet. Sie tue sich einfach mit Fragen zu Bezahlung schwer. Darauf - und nur darauf - hätten sich ihre Aussagen bezogen. "Selbstverständlich sollten Frauen und Männer gleich bezahlt werden", sagte sie. Ob das nun Schadensbegrenzung angesichts kritischer Reaktionen ist oder der ehrliche Versuch, missverständliche Aussagen geradezurücken, sei dahingestellt.

In jedem Fall hat sich Winslet nun zu einer Gruppe berühmter Kolleginnen gestellt, die endlich gleich gut wie männliche Schauspieler bezahlt werden wollen. Sharon Stone, Bullock, Meryl Streep und Lawrence haben sich entsprechend geäußert.

Winslet sagte, sie unterstütze insbesondere Lawrence, die zu dem Thema einen Essay geschrieben hat. Zuvor war durch Hacks bekannt geworden, dass Lawrence für "American Hustle" deutlich weniger Geld als ihre männlichen Kollegen bekommen hatte - darüber empörte sich Lawrence. Winslet sagte nun, das trage hoffentlich dazu bei, die Bemühungen um das Recht auf gleiche Bezahlung voranzutreiben - in der Filmbranche und anderen Industrien.

ulz

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