Katie Price Kampf den Trollen

Katie Prices Sohn Harvey wird online wüst beschimpft. Nun hat das Model eine Petition gegen Mobbing im Internet gestartet. Price hat so viele Unterstützer, dass sich die Regierung mit dem Thema beschäftigen muss.

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Es ist leicht, sich über Katie Price lustig zu machen. Das britische Model hat seine Karriere vor allem seiner künstlichen Oberweite und dem Umstand zu verdanken, immer für ein boulevardtaugliches Skandälchen gut zu sein.

Bei einem Thema mischt sich Price aber schon seit Längerem in gesellschaftliche Debatten ein: Onlinemobbing. Die Sache ist für Price sehr persönlich. Ihr Sohn Harvey wird online immer wieder auf widerliche Weise beschimpft. Der Junge ist blind, Autist und hat das Prader-Willi-Syndrom. Das macht ihn zum Ziel der Trolle. Mehrmals hat das Model entsprechende Äußerungen veröffentlicht, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

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Katie Price: Kein Herz für Mobber

Price sagte, Harvey werde wegen seines Gewichts, seiner Hautfarbe, seines Aussehens und seiner Behinderung verhöhnt. "Harvey hat Glück, dass er das nicht versteht, aber ich verstehe es, und ich werde alles in meiner Macht stehende tun, damit diese Trolle bestraft werden."

Dazu hat sich Price nun an die britische Regierung gewandt und eine Petition gestartet. Darin heißt es, Onlinemobbing treffe alle möglichen Menschen, darunter auch Harvey.

Zweimal seien Leute wegen beleidigender Äußerungen gegen Harvey festgenommen worden, aber nichts sei geschehen. Das dürfe nicht so bleiben. Onlinemobbing müsse eine Straftat werden; zudem sollten Täter in einer Datenbank registriert werden.

Price schreibt, Mobbing sei niemals in Ordnung, weder im direkten Kontakt noch online. Die Unterzeichner der Petition sollten dabei helfen, diese Botschaft weltweit zu verankern.

Price ist auf einem guten Weg. Die Regierung muss auf jede Petition antworten, die mehr als 10.000 Unterschriften hat. Bei mehr als 100.000 Unterschriften kann das Parlament das Thema im Plenum debattieren. Am Donnerstagmorgen hatte Price schon mehr als 150.000 Unterschriften eingesammelt. Auf Twitter dankte sie den Unterzeichnern in einem kurzen Video für die Unterstützung.

ulz

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