Pastorentochter vs. Ordensschwestern Zoff um Katy Perrys Klosterkauf spitzt sich zu

Katy Perry will ein altes Kloster kaufen - ungewöhnlich, aber eigentlich kein Problem. Wenn da nicht zwei Nonnen wären, die ihre eigenen Pläne mit dem Gebäude haben. Nun wird der Fall vor Gericht verhandelt.

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Pastorentochter kauft Kloster - diese Immobiliengeschichte um Popstar Katy Perry könnte so schön sein. Und so schön einfach. Doch der Fall ist kompliziert, denn der Streit um den Verkauf eines früheren Nonnenklosters in Los Angeles an die 30-Jährige hat sich weiter zugespitzt.

Bei einer Gerichtsanhörung lehnte der zuständige Richter einen Antrag von zwei Ordensschwestern ab, der Erzdiözese den Verkauf der Immobilie per einstweiliger Verfügung zu untersagen. Das berichtete unter anderem die "Los Angeles Times". Ende Juli und im Oktober müssen die zerstrittenen Parteien nun erneut vor den Richter treten.

Der schlagzeilenträchtige Streit dreht sich um ein ehemaliges, inzwischen leer stehendes Konvent am hügeligen Stadtrand von Los Angeles. Eine kleine Gruppe betagter Nonnen des Ordens "Immaculate Heart of Mary" (Schwestern des Unbefleckten Herzens Marias) hat das Anwesen im mediterranen Stil für 15,5 Millionen Dollar (14,3 Millionen Euro) der Restaurateurin Dana Hollister versprochen, die aus dem dreieinhalb Hektar großen Anwesen ein Luxushotel machen will.

Die Schwestern liegen mit der Erzdiözese von Los Angeles im Clinch, die sich mit Perry auf einen Kaufpreis von 14,5 Millionen Dollar geeinigt haben soll. Ein Klacks für die Pastorentochter: Perry gehört zu den bestbezahlten Promis der Welt. Im vergangenen Jahr soll sie laut "Forbes"-Magazin geschätzt 135 Millionen Dollar verdient haben.

Diözese und Nonnen - beide Parteien pochen auf das Verkaufsrecht für die Immobilie. Dabei soll die Sängerin angeblich extra zu den Schwestern gereist sein, um ihnen eine Version des bekannten Songs "Oh Happy Day" darzubieten und ihnen ihr Jesus-Tattoo zu zeigen. Offenbar erzielte das aber nicht die gewünschte Wirkung.

wit/dpa



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