Keine Zeit für Piräus Vicky Leandros schmeißt Politik-Job hin

Das bisschen Haushalt mag sich von allein machen, das bisschen Kommunalpoltik nicht: Schlagersängerin Vicky Leandros gibt ihr Amt als Stadträtin von Piräus auf - mit reichlich naiver Begründung.


Berlin - "Es war eine harte Entscheidung für mich", sagte Vicky Leandros der Illustrierten "Frau im Spiegel". Die Begründung, weshalb die gebürtige Griechin das Amt als Stadträtin der Hafenstadt Piräus nach nur zwei Jahren aufgibt, lieferte sie gleich mit: Zu "zeitintensiv" sei die politische Tätigkeit gewesen, sie habe den zeitlichen Aufwand "unterschätzt".

Sie hat die Haare schön: Vicky Leandros will wieder mehr singen
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Sie hat die Haare schön: Vicky Leandros will wieder mehr singen

Leandros musste zuletzt befürchten, dass die Musik durch die regelmäßige Pendelei zwischen ihrem deutschen Wohnsitz Berlin und Piräus zu kurz kommen könnte. Beides sei nicht zu schaffen gewesen - und als Kommunalpolitiker müsse man eben vor Ort sein.

Mit großer Erleichterung dürften ihre Fans nun zur Kenntnis nehmen, dass sich Leandros gegen griechische Kommunalpolitik und für die deutsche Schlagerbranche entschied.

Deutschland sei ihr Zuhause, Griechenland bleibe aber ihr Heimatland, sagte die 55-Jährige weiter. Typisch deutsch sei aus ihrer Sicht "die Zuverlässigkeit, die Disziplin, die Lebensfreude", an Griechenland schätze sie "das extrovertierte Leben, die Gelassenheit, den Familienzusammenhalt".

Leandros kam 1958 als Sechsjährige mit ihren Eltern von Griechenland nach Hamburg. Schon im Alter von 13 Jahren nahm sie erste Platte auf. 1972 gewann sie den Grand Prix Eurovision mit dem späteren Welthit "Après toi".

imo/ap/dpa



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