Keira Knightley über Herzogin Kate "Ich habe niemanden beschämt"

Kurz nach der Geburt ihrer Kinder zeigte sich Herzogin Kate strahlend den Fotografen. Das thematisierte Keira Knightley in einem Essay. Als Angriff will die Schauspielerin das aber nicht verstanden wissen.

REUTERS

Schauspielerin Keira Knightley weist den Vorwurf zurück, mit ihrem neuen Essay Herzogin Kate angegriffen zu haben. "Ich habe niemanden in irgendeiner Weise beschämt, ganz im Gegenteil", sagte sie bei der Premiere ihres neuen Films "Colette" am Donnerstagabend in London.

Die Anmerkungen, die sie gemacht habe, "beziehen sich ganz auf unsere Kultur, die die Wahrheiten der Frauen zum Schweigen bringt und uns alle zwingt, uns zu verstecken", so die 33-Jährige. "Ich denke, es ist sehr interessant, dass bestimmte Teile der Medien - ich will nicht sagen absichtlich - falsch dargestellt haben, was ich gesagt habe."

In dem Essay beschreibt Knightley, was sie empfunden habe, als Kate das Krankenhaus verließ, nur Stunden, nachdem sie Prinzessin Charlotte auf die Welt gebracht hatte: "Ihr Gesicht ist geschminkt und sie trägt High Heels. Das Gesicht, das die Welt sehen will."

Und weiter: "Sieh schön aus. Sieh stilvoll aus, zeig dein Schlachtfeld nicht, Kate. Sieben Stunden nach deinem Kampf mit Leben und Tod, sieben Stunden, nachdem dein Körper aufgebrochen ist und blutiges, kreischendes Leben herausgekommen ist. Zeig es nicht. Sag es nicht. Steh dort mit deinem Mädchen, umringt von einem Rudel männlicher Fotografen."

Fotostrecke

9  Bilder
Keira Knightley: "Ihr Gesicht ist geschminkt und sie trägt High Heels"

Auch nach der Geburt ihres dritten Kindes präsentierte sich Herzogin Catherine wie aus dem Ei gepellt. Damals zeigten Mütter im Netz, wie sie nach der Geburt aussahen. Sie kritisierten damit die Inszenierung prominenter Mütter, die hohe Erwartungen an normale Frauen wecken würde.

Knightley selbst schildert in dem Essay ungeschönt die Geburt ihrer Tochter Edie, die nur einen Tag vor Prinzessin Charlotte auf die Welt kam: "Ich erinnere mich an die Scheiße, das Erbrochene, das Blut, die Stiche. Ich erinnere mich an mein Schlachtfeld." Und dann fragt sie: "Und ich bin das schwächere Geschlecht?"

wit/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.