Keira Knightley "Ich bin ein Buchstabierfehler"

Wie kam Keira Knightley zu ihrem ungewöhnlichen Vornamen? Der Vater des Hollywoodstars wollte, dass seine Tochter wie eine russische Eiskunstläuferin heißt. Doch der Mutter unterlief ein Lapsus.

AP

Hamburg - Keira Knightley ist eine der bekanntesten und vielseitigsten britischen Schauspielerinnen. Ihr ungewöhnlicher Vorname geht auf einen Buchstabierfehler zurück, wie die 29-Jährige nun dem Magazin "Elle" verriet. "Ich sollte eigentlich Kiera genannt werden. So hieß eine russische Eiskunstläuferin, die eines Tages im TV zu sehen war." Ihr Vater habe von der Sportlerin geschwärmt.

"Es war aber meine Mutter, die meine Geburt registrierte", sagte Knightley. Diese habe den Namen anstatt mit "ie" mit "ei" buchstabiert, weil sie so schlecht im Buchstabieren sei. Als ihre Mutter nach Hause kam, sei ihr Vater ziemlich verärgert gewesen: "Was zur Hölle? Du hast ihren Namen falsch buchstabiert", habe er gesagt.

Eine Schwäche, die Keira Knightley offensichtlich von ihrer Mutter geerbt hat. Denn die russische Eiskunstläuferin Iwanowa hieß mit Vornamen Kira und nicht Kiera. Sie gewann bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo die Bronzemedaille. Im Dezember 2001 wurde sie erstochen in ihrer Wohnung gefunden. Die Tat wurde nie aufgeklärt.

Einmal auf Papier, konnte Familie Knightley den Vornamen offenbar nicht mehr ändern. "Das bin ich: ein Buchstabierfehler", sagte die Schauspielerin. Die 1985 geborene Knightley gehört zu den bestbezahlten Hollywoodstars.

Ihren Durchbruch erlebte sie mit der Fußball-Komödie "Kick it like Beckham" (2002). Ab 2005 spielte sie an der Seite Johnny Depps in der Blockbuster-Reihe "Fluch der Karibik". Immer wieder ist Knightley in Historiendramen und Literaturverfilmungen zu sehen. Für ihre Rolle in "Stolz und Vorurteil" (2005) bekam sie eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin.

Auch ihr aktueller Part als Joan Clarke - eine geniale Mathematikerin und die einzige Frau im britischen Geheimteam, das 1941 die deutsche Kodierungsmaschine Enigma knackte - in "The Imitation Game" war der Oscar-Academy eine Nominierung für die beste Nebenrolle wert. Und das, obwohl Knightley nach eigenem Bekunden "zu blöd für Mathe" sei, wie sie in einem Interview mit SPIEGEL ONLINE sagte.

wit



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.