Keith Richards' Koks-Geschichte "Ich habe meinen Vater durch die Nase gezogen"

Für diverse Drogen-Exzesse ist Keith Richards bekannt, doch diese makabere Dosis dürfte selbst Fans des Stones-Gitarristen schaudern lassen: Er habe Kokain mit der Asche seines Vaters geschnupft, sagte Richards im Interview mit einer Musikzeitschrift - um später wild zu dementieren.


London - In einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Magazin "New Musical Express" (NME) sagte Richards: "Das Merkwürdigste, was ich je versucht habe durch die Nase zu ziehen? Meinen Vater, ich habe meinen Vater gesnifft. Er war eingeäschert worden, und ich konnte nicht widerstehen, ihn mit ein bisschen Koks zu zermahlen." Skrupel hatte Richards dabei nicht, wie er mit deutlichen Worten klar machte: "Meinem Dad wäre das scheißegal gewesen. Es ging ganz gut runter, und ich bin immer noch am Leben."

Rolling Stones-Gitarrist Keith Richards: Drogenrausch mit Papis Asche?
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Rolling Stones-Gitarrist Keith Richards: Drogenrausch mit Papis Asche?

Heute ließ Richards die Geschichte von seinem Sprecher dementieren. "Das war nicht ernst gemeint", sagte Rolling-Stones-Sprecher Bernhard Doherty von der Agentur LD Communications am Abend. "Er hat das nur so hingeworfen." Anschließend erklärte sogar Richards persönlich, dass alles ein Irrtum sei. "Ich habe versucht zu sagen, wie nahe Bert und ich uns waren", erklärte Richards über seine Beziehung zu seinem Vater Herbert William Richards. Das Magazin allerdings blieb bei seiner Darstellung. Laut "NME"-Redakteur Mark Beaumont, der das Interview mit Richards führte, hatte der Musiker in keiner Weise zu erkennen gegeben, dass seine Antworten nur scherzhaft gemeint haben könnte.

Richards, dessen Vater 2002 im Alter von 84 Jahren starb, hat mit seinem Drogenkonsum seit den 60er Jahren Schlagzeilen gemacht. Seinen jüngeren Landsmann, den mit dem britischen Supermodel Kate Moss liierten Skandalrocker Pete Doherty von den "Babyshambles" warnte er in dem Interview, dass ihn die übermäßige Liebe zum Rauschgift eines Tages unter die Erde bringen werde. Zugleich empfahl er Doherty, den er nicht kenne, Moss, die er sehr gut kenne, zu verlassen.

reh/AFP



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