Kelly Clarkson Darf's ein bisschen weniger Hüftspeck sein?

Immer wieder betont Kelly Clarkson, wie zufrieden sie mit ihrem Körper sei. Auch und gerade, weil sie nicht gängigen Magermaßen entspreche. Ein Frauenmagazin befand die 27-Jährige jedoch für alles andere als ideal - und hat das Äußere der Popsängerin nun auf einem Coverfoto verändert.


New York - Ausgerechnet ein Gesundheitsmagazin macht in den USA von sich reden, weil es Fotos der Sängerin Kelly Clarkson retuschiert haben soll: Die Bilder, berichtet das US-Blatt "People", seien manipuliert, die 27-Jährige künstlich verschlankt worden.

Die Wohlfühl-Gazette "Self" gibt offen zu: Ja, natürlich retouchieren wir. Dies bloggte Chefredakteurin Lucy Danziger auf der Internetseite der Zeitschrift. Bei der Bildbearbeitung würden hässliche Falten in der Bluse, herumfliegende Haare oder andere Dinge korrigiert, die "von der Schönheit des Fotos" ablenken könnten. Das sei Kunst, so Danziger: "Es soll dazu dienen, Frauen zu inspirieren, das Beste aus sich herauszuholen."

"Self" unterbreitet auch gleich ein paar Vorschläge, wie die Leserinnen das Beste aus sich herausholen können: "Auf deine Art abnehmen. Verliere acht Pfund. Werde bis Sonntag eine heiße Frau. Willst du dein Traumgewicht erreichen? Finde die Motivationsgeheimnisse, die funktionieren. 54 Nahrungsmittel, die Fett bekämpfen" - so lauten die Schlagzeilen, die auf dem Titelblatt verraten, was die neue Ausgabe zu bieten hat. Und daneben steht das retuschierte Foto von Kelly Clarkson.

"Haben wir ihr Äußeres verändert?" gibt Chefredakteurin Danziger in ihrem Blog die häufig gestellte Frage wieder und liefert gleich die entsprechende Antwort: "Nur um das Beste aus ihr herauszuholen."

Aus der Sängerin holte "Self" offenbar einiges heraus.

Es folgt eine kühne Interpretation des Vorgangs: In gewisser Hinsicht sei es das "wahrhaftigste" Foto, mit dem "Self" je an einen Zeitungskiosk gekommen sei - strahle Kelly Clarkson doch so viel Selbstbewusstsein aus. "Ob sie ein paar Pfunde mehr oder weniger hat, ist irrelevant", sagt Danziger. "Fotos sollen eine Geschichte erzählen, ein Gefühl ausdrücken."

Das Magazin wird die Aktion wohl einige Leserinnen kosten. In mehreren Einträgen auf der Website von "Self" wird das Vorgehen deutlich kritisiert - und die Kündigung des Abos versprochen.

siu



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