Surflegende Kelly Slater "Es muss ein Abschlachten geben"

Vor La Réunion im Indischen Ozean starb ein Bodyboarder nach einem Hai-Angriff. Nun meldete sich Surflegende Kelly Slater mit einem drastischen Kommentar.

AP/ CSM

Kelly Slater ist einer der besten Surfer der Welt. Und als Surfer betrifft ihn das Problem, über das er sich nun äußerte, ganz persönlich. Es geht um Haie. Die Tiere sind in vielen Ozeanregionen der Welt besonders für Wassersportler eine Gefahr. Zu Beginn der Woche traf es einen Bodyboarder vor der Insel La Réunion im Indischen Ozean.

Der Mann starb, nachdem ein Hai ihm in den Oberschenkel gebissen hatte. Slater meldete sich als Kommentator unter dem Instagram-Account seines Kollegen Jeremy Flores. "Ich werde mich damit nicht beliebt machen, aber auf La Réunion muss es wirklich ein Abschlachten von Haien geben, und zwar jeden Tag", schrieb Slater.

Es gebe ein Ungleichgewicht in der Region, so der 45-Jährige, der eigentlich für sein Engagement zum Schutz der Weltmeere bekannt ist. Wenn es auf der ganzen Welt so häufig Hai-Attacken gäbe wie vor La Réunion, würde niemand die Ozeane nutzen.

Seit 2011 hat es 20 Hai-Attacken in dem östlich von Madagaskar gelegenen Überseegebiet gegeben. Acht der Angriffe endeten tödlich. Unter dem Eintrag von Slater entwickelte sich eine erregte Diskussion, Slater bekam auch Widerspruch. "Das ist eine Tragödie, aber Abschlachten ist keine Antwort", schrieb eine Nutzerin.

Andere wiesen darauf hin, dass der getötete Sportler an einem Küstenabschnitt unterwegs war, der wegen der Gefahr von Hai-Attacken für Wassersportler gesperrt war. Die Behörden hatten aber mitgeteilt, dass die Warnschilder manipuliert waren.

sms/AFP



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 102 Beiträge
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Seite 1
mcbarby 23.02.2017
1. Abstrus
Dann sollte gelten: Es muss ein Abschlachten der Mücken geben! Durch Folgen von Mückenstichen sterben deutlich mehr Menschen als durch Hai-Angriffe.
oaonorm1 23.02.2017
2. Ich bin Fallschirmspringer
und habe eine Freund beim Fallschirmspringen verloren. Da muss sich was ändern, sofort muss überall 10Meter Watte ausgelegt werden! ÜBERALL! SOFORT!
trolland_dump 23.02.2017
3.
Welcher Anspruch besteht darauf,mit Plastikbrettchen in einen Lebensbereich vorzudringen,der anderen Kreaturen gehört? Und sich dann noch beklagen,wenn die Natur ab und an "zurückbeisst". Auf solche "Legenden" verzichte ich gerne.
donfrank43 23.02.2017
4. Dumm-Surfer-Schlachten!
Wieder so einer, der die Kausalitäten so gar nicht zusammenbekommt. Nach dem Motto "Ich will hier Spaß haben, also hauen, spritzen, sprengen wir doch alles weg, was mich dabei stören könnte...". DAS ist Spaß-Darwinismus pur - einfach nur ekelhaft!!! Wenn Herr Slater denn unbedingt surfen muss, dann doch bitte an einem Ort, an dem er die anderen Tiere nicht stört, gefährdet oder selbst in Gefahr gerät. Nach seiner Logik müssten von den ca. 8 Milliarden homo sapiens mindestens die Hälfte abgeschlachtet werden, weil sie andere Mitbewohner dieses Planeten akut gefährden.
moev 23.02.2017
5.
20 Attacken in 6 Jahren. Wie viel tausend Menschen haben in der Zeit dort gesurft und wie viele Promille ist selbst an einen solchen Hotspot letztlich die Gefahr eines Haiangriffs? Und selbst wenn man zu dem Schluss käme die wäre untragbar hoch, der Hai kann Menschen nur angreifen wenn diese zu ihm kommen. Einen Wolf oder Bären könnte man theoretisch in einem Vorort begegnen, aber ein Hai kann einen Menschen nur gefährlich werden wenn dieser zu ihm ins Wasser kommt.
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